Auf Parkplatzjagd in Barcelona


Am Mittwoch machten wir uns auf den Weg nach Barcelona.
Obwohl wir tagsüber noch durch Ausläufer der Pyrenäen fuhren, waren gegen Nachmittag waren wir schon bei den Vorstädten Barcelonas.
An einer Waldlichtung auf einem kleinen Hügel, mit einem wunderschönen Blick auf eine nächtlich beleuchtete Stadt, entschieden wir uns unser Nachtlager aufzuschlagen.
Überrascht stellten wir fest, dass immer wieder Autos auf einem kleinen unbefestigten Waldweg neben uns vorbei fuhren.

Dieser kleine Kerl knabberte fröhlich auf dem Friedhof vor sich hin


Noch überraschter und waren wir, als plötzlich am Horizont Blaulicht auftauchte. Wir überlegten uns schon Ausreden wieso wir an dieser Stelle halt machten, als wir belustigt feststellten, dass der Einsatzwagen an uns vorbei fuhr.
Doch wenige Minuten wich unser schmunzeln, als wirklich wirklich die Polizei vor uns stand. Unsere Ausrede, wir würden von dem Panorama-Blick Fotos machen, schienen sie uns nur zur Hälfte abzunehmen, aber dennoch ließen sie uns weiter ziehen.
Die Suche nach einem besseren Platz gestaltete sich als schwierig, wir fanden nur Stellen an viel befahrenen Straßen oder in Wohngebieten. Schlussendlich entschieden wir uns mit dem ungutem Gefühl nochmal erwischt zu werden für ein Parkplatz an einem Stadtrand.

Diese Raupen bilden lange Ketten und krabbeln gemütlich über die warme Erde


Glücklicherweise blieb die Nacht dann doch Ereignislos.

Am nächsten Tag versuchten wir uns einen Weg durch Barcelona zu bahnen. Versuchten..
Barcelonas Straßen sind wohl die Schlimmsten die wir bisher gesehen haben. Wo sich mehrspurige Einbahnstraßen durch die Stadt ziehen und sich eine Ampel nach der Anderen aufreiht, diese von den Fußgängern aber kaum beachtet werden, fehlt uns einfach der Überblick.

Wir sehnen uns schon fast wieder zu den guten alten französischen Kreiseln zurück. Bei diesem Chaos noch einen Parkplatz zu finden ist die Spitze des Eisbergs. An den Straßenrändern ist alles zugeparkt, die Autos stehen wild in Halteverboten, mit dem halben Auto auf der Kreuzung oder gleich in zweiter Reihe.
Die zahlreichen Tiefgaragen sind bei unserer Höhe erst Recht keine Option. Erst weit ab von dem Stadtkern fanden wir endlich einen kostenlosen Parkplatz. Als wir uns umsahen, bemerkten wir, dass wir vor einem beeindruckenden Friedhof mit über 15 000 Gräbern gelandet waren.
Wir nutzten die Chance und filmten und fotografierten den Friedhof noch an diesem Tag und entschlossen am Abend über die Nacht auf diesem friedlichem Parkplatz zu bleiben. (M)

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Kommentare: 1
  • #1

    Karl (Dienstag, 23 Februar 2016 10:53)

    Tolles Bild mit der Tausendfüßler-Kolonne. Gibt es auf deren Strassen wohl auch Stau?