Verzweifelt auf der Suche nach Hilfe...

Unser guter Camper stellte uns nicht zum ersten Mal vor eine Herausforderung. Wir können wohl behaupten, dass wir unser Auto inzwischen kennen und einiges an Schraubererfahrung gesammelt haben . Unser Diagnose lautete dieses Mal wie folgt: Kaputtes Kugellager zwischen Zahnstange und Lenksäule. Die einfache Lösung: Altes Kugellager ab, neues Kugellager rein . Leichter gesagt als getan. Wir pilgerten zur nächsten Werkstatt, schilderten das Problem, aber der Mechaniker plusterte nur seine Backen auf. "So ein Teil bekommt ihr höchstens in Vilanova", sagte er auf spanisch.


Acht Kilometer weiter kamen wir also in eine größere Stadt, klapperten mehrere Werkstätten ab, bis wir endlich ein Ersatzteilehändler fanden. Leider wurden wir auch hier enttäuscht. Das Kugellager gibt es als original Ersatzteil so nicht zu kaufen,


also hieß es Improvisieren. Drei Straßen weiter gab es einen Metallexperten, der Kugellager aller Art verkaufte. Dort wurde uns aber sehr forsch erklärt, dass wir erst den inneren und äußeren Ring des Lagers entfernen müssten um das neue einzusetzen. Und das war das eigentliche Problem, wieso wir jetzt vier Tage festsitzen.

 

Dieses blöde Lager wollte einfach nicht herunter. Wir haben alles versucht, sind mit Hitze und Eis daran gegangen, damit das Metall schrumpft und der Ring sich löst, haben in weiteren Werkstätten gefragt, aber als uns dann ein alter , ungeduldiger Mechaniker uns das Ding mit einem, wie er sagte "präzisen, kleinen Schnitt" durchsäbeln wollte, wurden uns die spanischen Methoden doch etwas suspekt.

Lorenzo versucht das Kugellager zu lösen


Zu allem Überfluss stattete uns die Polizei noch einen Besuch ab, als wir gerade versuchten die Reste des Kugellagers zu entfernen. Mit viel Geduld und Überzeugungsarbeit überredeten wir sie dann, von einer Strafe abzusehen. Wir haben illegal in einer privaten Zone gecampt und das reparieren von Autos auf der Straße ist auch verboten.


Nichts desto trotz mussten wir mit unserer Versicherung telefonieren, um uns abschleppen zu lassen. Die unendlich langsame deutsche Servicehotline hatte allerdings noch nie etwas von unserem Versicherungsunternehmen gehört. Schlussendlich sagten wir, wir würden in einer ruhigeren Minute erneut anrufen.


Die Polizei hohlte derweil ihren eigenen Abschlepper, um uns aus der privaten Zone zu ziehen und uns 20 m weiter wieder an den Straßenrand zu stellen. Da es inzwischen Abend geworden ist und die Polizei langsam die Geduld verlor, beteuerten wir, dass wir am nächsten Tag ein Ersatzteil organisieren würden, dieses einsetzen könnten und weiter ginge die Fahrt.


Mit diesen Worten zog die Polizei dann ab.

Jetzt sitzen wir im Hotel und warten auf eine Diagnose der Werkstatt. Wir haben uns schlussendlich doch abschleppen lassen. Wir resignierten vor dem Kugellager. (L)

Unser Camper wird schlussendlich doch abgeschleppt

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Kommentare: 5
  • #1

    Gassi (Dienstag, 01 März 2016 23:00)

    Da euer Auto ja jetzt wieder läuft, wann gibt es denn was neues von euer Reise? ;-)

  • #2

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