Wiedersehen mit alten und neuen Freunden

Joses Unterwäsche
Joses Unterwäsche

Eine Woche voller neuer Eindrücke und Bekanntschaften stand uns bevor. Nach dem Wiedersehen mit Jose und seinen Freunden, Anibal und Laura, die ihn für eine Zeit aufgenommen hatten, folgte eine anstrengende Woche.


Wir verbrachten den ersten Abend in sehr guter Gesellschaft. Auch Laura und Anibal drehen Werbefilme in ihrer kleinen Firma und so begutachteten wir gegenseitig unsere Videos und tauschten Tipps aus.


Später stießen dann noch Augustin und seine Frau Irene dazu und es wurde bis spät getanzt, gelacht und geredet. Anibal, welcher leidenschaftlich rappt, hat uns dann noch ein paar persönliche Zeilen gedichtet und für uns auf spanisch gefreestylet.
Wir sind jetzt seine hermanos und schätzen einander sehr.

Von links nach rechts: Lorenzo, Jose, Marius, Agustin, Anibal, Laura, Irene

Unglücklicherweise ist uns vor kurzem unser Propan zum Kochen ausgegangen. An diversen Tankstellen und im Baumarkt wurden wir nur mit Unwissenheit abgeschüttelt und auch das Internet brachte anfangs kein Ergebnis.


Dann haben Jose und Laura ein bisschen herumtelefoniert und herausgefunden, dass Propan in Spanien illegal ist. Ups... In einem kleinen Krimskramsladen wollten wir dann versuchen, einen Anschluss für die hier üblichen Butanflaschen, zu finden.


Auch das scheiterte. Schlussendlich fanden wir es für die beste Idee uns einfach einen portablen, kleinen Butankocher zu kaufen. Jetzt leben wir wieder auf der richtigen Seite des Gesetzes.

 

Die ganze Truppe besuchte später noch ein kleines Frauen-Rap-Battle, welches sich aber als riesen Flop herausstellte. Mieser Sound, keine Stimmung und mittelmäßige Rapperinnen, soweit wir das beurteilen konnten. Also beschlossen wir, stattdessen in einer Bar einen trinken zu gehen.
Gemeinsam mit Jose schmiedeten wir dort Pläne für unser weiteres Vorgehen. Doch wie bis jetzt immer, sollte natürlich alles anders kommen wie geplant.

Jose macht lieber Selfies, anstatt den Rapperinnen zuzuhören

Ein ganz besonderes Highlight, war der Sonnenaufgang über dem Meer, den wir mit Augustin, Anibal, Jose, Laura und Irene filmten und fotografierten. Nachdem wir ihn fast verpasst hätten, weil die Hälfte getrödelt hat; wer kann es zu so einer frühen Zeit verübeln, wurde dieses Projekt doch noch ein voller Erfolg.


Wir hatten nämlich geplant, Anibal am Strand bei aufgehender Sonne zu filmen wie er rappt. Gesagt, getan. Mit der Drohne filmten wir ihn auf einer kleinen Steinformation, während vor ihm die Sonne den Himmel in ein tiefes Orange tränkte und er bedeutungsschwangere Worte dem Ozean entgegenrappte. Indes sprang Jose, freudig, wie ein kleines Kind hin und her und knippste viele Bilder von uns, dem Sonnenaufgang, eigentlich von allem.


Nachdem wir dann nach einem morgentlichen Kaffee und ein kleines Venedig erkundet hatten, machten wir uns auf zu einem alten Fabrikgelände. Durch ein kleines Loch in der Mauer stiegen wir auf ein, von unendlich viel Müll übersähtes, Areal, auf welchem nur noch Teile eines ehemaligen, großen Gebäudekomplexes standen. Vorsichtig tasteten wir uns vor und bemerkten, dass dort eine Hand voll Obdachloser hausten. Anibal, der mit dem harten Leben der Straße vertraut war, regelte die Sache allerdings und nach freundlichem Nachfragen durften wir dort filmen und wurden in Ruhe gelassen.

 

Das alte Fabrikgelände bot wunderschöne Bilder: Unter wunderschönen Grafitis stapelte sich der Müll, den die Obdachlosen produzierten. Jose, mit seiner kleinen, gelben Kamera bewaffnet, machte sich sofort auf, diese aus allen Blickwinkeln zu fotografieren, wo hingegen wir noch einmal Anibal filmten.

 

Seht euch HIER das Ergebnis an.


Danach ruhten wir uns erst einmal nach diesem anstrengenden Morgen aus.

Den darauf folgenden Tag verbrachten wir mit Jose. Drehten mit ihm ein kleines Interview und erkundeten die Stadt. Anschließend schnitt er Marius noch die Haare in einer Spontanaktion. Dadurch haben wir wahrscheinlich etwas in ihm ausgelöst:
Jose möchte sich nun einen Namen als "The Travelling Cutter" machen und Leuten auf der Straße die Haare schneiden. Wir sind gespannt, was aus dieser verrückten Idee wird.

 

 

Nach einer Woche Action liegen wir nun ordentlich im Verzug mit Datenverarbeitung und Blogschreiben. Dabei soll es noch nicht mal unsere anstrengendste Woche gewesen sein. Denn bald würden die sogenannten Fallas beginnen. Eine Festwoche, bei der in Valencia von Morgens bis Abends geböllert wird und zudem riesige Statuen gebaut werden, die am Ende in einem großen Spektakel verbrannt werden. (L)

Jose schneidet Marius die Haare

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