Unsere sanitäre Oase

Unsere kleine sanitäre Oase befindet sich hinter der einzigen Tür im Wohnraum: Der schließmechanismus will nicht immer und hat man unser Bad erst einmal betreten, sollte man besser nicht klaustrophobisch sein.


Selbst wenn man sich um die eigene Achse drehen will, klappt das nicht, ohne irgendwo anzuecken.

 

Zur Einrichtung gehört alles, was man so braucht. Das Waschbecken samt 40 Liter Wassertank darunter füllen perfekt die rechte Ecke aus. Das dreieckige Becken ist zu klein für Teller und Pfannen, die wir hier Waschen und so ist das immer ein kleiner Kampf gegen die näher kommenden Wände, wenn man den Abwasch machen möchte.


Der Wassertank ist ein ehemaliger Apfelmostspender und seine Füllung reicht uns bis jetzt circa sieben bis zehn Tage. Wir sind sehr sparsam, was das mit dem Wasser angeht, zudem wir keinen Abwassertank haben und alles auf die Straße läuft, was in den Abfluss kommt.
Da das nicht gerade erlaubt ist, versuchen wir, unsere Spur möglichst kurz zu halten, damit kein Rinnsal unter dem Camper hervorkriecht.

 

Theoretisch kann man unseren Wasserhahn auch herausziehen und an die Tür hängen und man hätte eine Dusche. Der Abfluss ist zwar vorhanden, allerdings wäre die Arbeit, das Bad wieder trocken zu legen, ein zu großer Aufwand, wenn man gerade mal eine sehr schwache und zudem noch kalte Dusche erhält.

Unser Bad

 

Auf Augenhöhe befindet sich im Bad der Spiegel, in dem wir unsere wachsenden Bärte begutachten können. Dahinter ist ein Fach für unsere Hygieneartikel: Zahnpasta und -bürste, Duschzeug, Wattestäbchen und mehr.

 

Zu guter Letzt haben wir noch unser heiß geliebtes Zwergenklo. Naja, nicht heiß geliebt, aber immerhin für Zwerge. Die Campingtoilette ist so klein, dass man beim Hinsetzen fast das Gefühl hat, man würde auf den Boden plumpsen.
Zum Glück hält sie dicht und lässt keine üblen Gerüche ins Bad. Sowieso ist sie nur eine Notlösung, denn normalerweise gehen wir auf öffentliche Toiletten oder, da wir Männer das können, erleichtern uns einfach in der Natur.


Denn um aufs Klo zu gehen, muss man die Toilette ein Stück vorziehen und vorne einen Hebel herausziehen und so sucht man vergeblich noch einen Platz für die Füße, während die Knie vorne schon die Wand berühren. (L)

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Macska (Sonntag, 24 April 2016 18:12)

    Da ist ja jeder einfache Campingplatz der wahre Luxus!
    Glücklicherweise seid ihr jung und beweglich, schmal und nicht zu groß...