Millionen Sandkörner; Millionen Sterne

Mit der Karawane in die Sahara

Unser zweiter gesponserter Ausflug stand an. Nachdem wir mal wieder eine Nacht im Hotel genossen haben ging es am späten Nachmittag des nächsten Tages zur Wüste und Dromedar Tour.
Am Startpunkt angekommen machten wir Bekanntschaft mit den weiteren Teilnehmern der Tour:
Eine fünfköpfige Familie aus Arizona, zwei junge Frauen aus den Niederlanden und ein junges Pärchen aus München.
Zum Glück waren alle damit einverstanden gefilmt zu werden und zudem gaben die Amerikaner, allesamt mit Turban ausgestattet, ein tolles Bild ab.

v. l. n. r. Münchener Pärchen, Family Pofahl, zwei Niederlänerinnen, wir

Nachdem die Dromedare gesattelt waren, das Gepäck verstaut war und alle glücklich auf den knapp zwei Meter hohen Wüstenschiffen saßen konnte es losgehen.
Eines der elf Tiere ging jedoch ohne Reiter in das Sandmeer.

Wir haben uns dazu entschlossen, dass jeder einen Weg neben der Karawane herläuft um zu filmen und fotografieren.
Zwar gingen die beiden Guides, die die Karawane führten, auch zu Fuß, allerdings mussten sie nicht für die beste Perspektive nicht von einer zur anderen Düne sprinten und die Hitze und den Wüstensand waren sie auch besser gewöhnt.
Nach kurzer Zeit war Marius' Kopf hochrot gefärbt, während der Rest entspannt auf ihren Dromedaren saßen.

Als wir an dem kleinen, bunten Zeltlager ankamen, stand die Sonne schon tief am Horizont.
Das deutsche Pärchen setzte sich an einen kleinen Tisch auf einer Düne und beobachtete wie die Schatten meterlang wurden und wie sich die Farben am Himmel von Minute zu Minute änderten.
Die Kinder aus Arizona kamen dagegen nicht zur Ruhe. Sie tollten im Sand herum und hatten einen Heidenspaß die Dünen auf und ab zu sprinten. Lorenzo hatte nicht weniger Spaß Ihnen mit dem Schwebestativ hinterherzurennen.

Als die Sonne hinter den Wellen aus Sand verschwunden war, wurde zum Tee und Abendessen gerufen.
Zwar hätte das Essen für dreimal soviel Leute gereicht, aber es hat allen gemundet. Während dem Essen wurde über das Reisen und verschiedene Länder und deren Sitten diskutiert und philosophiert. Die Stimmung war ausgelassen und alle haben sich wunderbar verstanden.


Nach dem Essen wurden wir von unseren beiden Dromedarführern weiter unterhalten. Mit Trommeln und den sogenannten "Qerqabat", knochenförmige Metallklappern, wurde für uns musiziert. Später wurden dann noch weitere Trommeln verteilt und jeder der wollte, konnte sich darin versuchen, mit den anderen im Takt zu jammen.

Bald schon fingen die Sterne über unseren Köpfen an zu glitzern und die Trommelrunde fing an sich aufzulösen. Die Leute begannen die Sterne zu beobachten, Sternschnuppen zu zählen oder genossen die Stille der Wüstennacht.
Kaum hätten wir ein besseres Datum für diese Wüstentour wählen können. In dieser Nacht war Neumond, das hieß, dass die Sterne besonders gut zu sehen waren.

Selbst mit bloßem Auge konnte man um knapp zwei Uhr nachts die Milchstraße erkennen. Auch das schlechte Wetter war Schnee von gestern.

Die Nacht verbrachten wir also, dick eingemummelt in Decken, unter freiem Himmel direkt neben der Kamera.
Ohne Zweifel haben wir in dieser Nacht unsere bisher besten Milchstraßenfotografien gemacht.

Am nächsten Morgen wurden wir früh geweckt, um den Sonnenaufgang zu sehen.

Dieser war, besonders nach dem Sternenhimmel der vergangenen Nacht, leider nicht so spektakulär.

So ging es schnell wieder zurück und diesmal musste Lorenzo, schwer bepackt mit Stativ und Teleobjektiv, von Düne zu Düne hetzen.
Nach ca. 1,5h waren wir wieder am Hotel. Müde und hungrig, aber mit Bildern im Kopf, die wir nicht mehr vergessen werden. (M)

Das entstandene Video:

Das Video zum Blogeintrag "Ein kulinarischer Hochgenuss"

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Kommentare: 1
  • #1

    sast (Samstag, 28 Mai 2016 22:16)

    Nicht nur Millionen von Sandkörner, auch Millionen von Sternen ! Beeindruckend die „Sand“schaft, wunderschöner Sternenhimmel und natürlich die Milchstraße. Bestimmt ein Gänsehaut-Feeling.
    Nach dem Foto zu urteilen, war es bestimmt eine harmonisch passende Gruppe. Und der Film in den Dünen spricht ja wohl für sich.