Ein Leben im Luxus...

Ein riesiges Anwesen, wir haben es fast für uns allein!

Freundlich nachfragen bringt einem manchmal mehr ein, als man sich erhofft.
So nämlich auch uns. Doch zuvor muss ein bisschen ausgeholt werden, um die ganze Geschichte zu erzählen.

 

Wir, Lorenzo und Marius, haben leider noch keinen Topf voll Gold am Ende des Regenbogens gefunden und all die schönen Touren, die wir hier in Marokko machen, wurden uns durch Kooperationen mit Reiseveranstaltern ermöglicht.


Viele EMails haben wir an alle Arten von Unternehmen gesendet und unverbindlich angefragt, ob sie uns Touren finanzieren, wenn wir für sie filmen.

 

Glücklicherweise haben drei geantwortet. Die Reiseagentur aus Deutschland, mit denen wir bereits den Kochkurs und die Wüstentour gemacht hatten, ein Quadtourveranstalter und ein Heißluftballonpilot, von dem in den nächsten Tagen noch der genauere Bericht folgt.


Dieser Blogartikel handelt nun vom zweiterem. Doch wieso heißt er dann "Ein Leben in der Luxusvilla"?

Ganz einfach. Noch bevor wir überhaupt die Quadtour gemacht hatten, fragte der Chef bei uns an, ob wir für ein "GuestHouse" in Marrakesch nicht auch ein Filmchen drehen wollten. Wir bekämen auch zwei Nächte gratis.

 

Nachdem wir uns die Webseite angeschaut hatten, stimmten wir sofort, und mit offenem Mund, zu.

 

Dieses GuestHouse war in Wirklichkeit ein riesiges Anwesen mit Pool und mehreren kleinen luxurösen Villen.

Dort angekommen wurden wir von dem freundlichen Butler Zacharia begrüßt.
Am nächsten Morgen sollte das Filmen losgehen.

 

Nachdem wir den Besitzer Sahid getroffen hatten, welchen wir sehr sympathisch fanden stellte dieser uns seinen Freund Haziz zur Seite, der eine genaue Vorstellung davon hatte, wie das Werbevideo für das Anwesen aussehen sollte.


Den ganzen Tag filmten wir, Haziz richtete Tische im Garten und überhäufte die Betten mit Rosenblättern, zupfte hier und dort herum, damit alles perfekt aussah.

 

Wir nahmen uns Zeit und filmten in Ruhe alles ab, wobei wir bereits wussten, dass das Video auf jeden Fall sehr gut werden würde.

 

Haziz wuselte zwischen uns immer hin und her und war so lustig anzusehen mit seinem schicken Outfit und seiner hohen arabischen Stimme. "Zachariiaaa! Zaaachaariiiaa!! Yallah!" Rief er immer und scheuchte den armen Butler hin und her.

 

Wir bekamen drei Mal am Tag richtige Festessen serviert, wobei Tajine und immer das gleiche typisch Marokkanische Frühstück irgendwann recht langweilig wurde. Nicht, dass es nicht geschmeckt hätte, aber irgend wann holte Lorenzo doch das Nutella aus dem Camper und schmierte es sich morgens afs Brot.


Insgesamt verbrachten wir fast eine Woche dort und Sahid und Haziz schleppten immer neue Sachen an, die wir fotografieren sollten. Von Federballnetzen, über eine Chillout-Sitzkissen-Ecke bis hin zur geklauten Speisekarte aus irgend einem fremden Restaurant war alles dabei.

 

In dieser Woche machten wir noch zwei Quadtouren und eine Heißluftballonfahrt. Alles in allem hatten wir danach wirklich ALLES erlebt, was es in Marrakesch zu erleben gab.

 

Das ganze Team vom Guesthouse, samt Sahid und Haziz sind uns richtig ans Herz gewachsen und wir haben uns gut mit ihnen verstanden. Mustapha, der andere Sahid Zacharia und der Gärtner wohnten fest im Anwesen und standen rund um die Uhr zur Verfügung.


Trotzdem sind wir nun froh, weiter Richtung Küste zu düsen, denn es gibt noch so viel zu sehen und in vier Wochen sind wir bereits wieder zu Hause.

Von links nach rechts: Lorenzo, Haziz, der Andere, den wir nicht kennen, Sahid, Marius

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Kommentare: 3
  • #1

    Macska (Donnerstag, 26 Mai 2016 20:43)

    Ein unglaublicher Luxus in einem armen Land! Und welch ein Glück, das fotografieren und filmen zu dürfen!

  • #2

    Lottermann (Samstag, 28 Mai 2016 07:12)

    Wenn man mich fragen würde, wer auf dem Foto die Taliban sind, würde ich sagen: die beiden am Rand :)

  • #3

    JNero (Sonntag, 29 Mai 2016 20:56)

    Da muss ich lottermann voll und ganz recht geben :'D