Über Stock und Stein

Bei unserer dritten gesponserten Tour ging es actionreich zur Sache. Auf vier Rädern rasten wir über steiniges, schlammiges Terrain in Richtung Atlas Gebirge.

Quad fahren macht Laune!

Mit einer großen französischen Gruppe fuhren wir auf einer zweitägigen Quadtour mit.
"Fuhren mit" hieß allerdings soviel wie: wir fuhren mit den Guides mit, um besser filmen zu können.
Dafür durften wir ein paar Tage später zu zweit einige Stunden selber fahren.


Nachdem die Franzosen in verschiedene, kleinere Gruppen aufgeteilt wurden, konnte es losgehen.

Schlussendlich gab es vier Gruppen, die jeweils von einem Guide geführt wurden.

Zusätzlich gab es zwei Guides, die als Springer eingesetzt wurden. Diese sind mit halsbrecherischem Tempo an den Gruppen hin- und zurück gefahren.
An dem ersten Tag saßen wir beide bei diesen Springern hinten auf dem Quad.
Vorteil daran war die ständig wechselnde Perspektive. Manchmal sind die Guides allerdings mit solchem Tempo, abseits der Strecke und über die schlimmsten Untergründe gefahren, dass wir um unserer eigenen Sicherheit wegen nicht filmten, sondern uns stattdessen nur gut festhielten.


Ohne Schwebestativ war es während der Fahrt erst Recht nicht möglich ein wackelfreies Bild zu filmen. 

Über karg bewachsene Hügel

Nach knapp drei Stunden Fahrt, inklusive einer kleinen Tee Pause, waren wir angekommen.

 

Wider unserer Erwartungen fanden wir diesmal keinen kleinen Platz mit Zelten wie in der Wüste vor, sondern einen riesigen, autarken Campingplatz, der mit knapp 50 Zelten, Swimming Pool, Fußballplatz, Bar, Amphitheater, Wifi usw. ausgestattet war.


Das Herz des Platzes war eine runde Gartenanlage, in dessen Mitte sich eine riesige Lagerfeuerstelle befand. Am Rand der Gartenanlage waren die einzelnen Schlafenszelte, die alle einen einzelnen, kleinen Weg zum Lagerfeuer hatten.


Auf Anhieb fühlten wir uns hier wohl.

Auch waren wir mit unserer Gruppe nicht die einzigen auf dem Platz. Eine größere marokkanische Gruppe feierte am gleichen Abend einen Geburtstag.


Nur ein Problem gab es noch. Für uns wurde kein Zelt reserviert.

Erst wurde uns vom Besitzer gesagt, in einem Zelt würde noch jemand schlafen (um knapp 17 Uhr), derjenige würde aber heute noch auschecken.

Bis dahin könnten wir unserer Sachen bei ihm unterstellen.
Gesagt getan, erwartet uns eine halbe Stunde später die nächste Überraschung.

Das Zelt war doch noch für eine weitere Nacht gebucht. Uns wurde allerdings angeboten, dass wir wieder zur Villa gefahren werden.
Da wollten wir doch lieber am Pool oder in einem der Essenszelte schlafen.

 

Schlussendlich kam es doch nicht so weit. Aus irgendeinem Grund ist ihnen aufgefallen, dass sie doch noch ein freies Zelt hatten.

 

Verköstigt wurden wir in diesen Tagen auch gut. Schon vor der Abfahrt mit den Quads, wurde uns eine Tajine in einem kleinen Essenstand am Straßenrand spendiert.


Am Abend durften wir, gemeinsam mit den Franzosen, mal wieder etwas typisch europäisch Essen. Es gab gebratenes Hähnchen und Pommes. Eigentlich hatte die Gruppe Zitronen- Hähnchen, also ein typisch marokkanisches Gericht bestellt.
Das und, dass das Hähnchen auch noch am Stück vor ihnen auf großen Tellern lag, erpichte sie nicht sonderlich.

Sie ließen die Hähnchen kurzerhand zurückgehen, um es in geschnittener Form nochmal servieren zu lassen.


Wir waren allerdings zufrieden mit dem Essen, zumal wir mal wieder von traditioneller Musik beschallt wurden und die marokkanische Gruppe von nebenan fröhlich zur Musik tanzte.
So hatten wir auch unsere Unterhaltung.

Nach dem Essen wurde das Lagerfeuer angezündet.

Hier war, wahrscheinlich für die marokkanische Gruppe, ein DJ - Pult und Licht aufgebaut und als das Lagerfeuer nach kurzer Zeit meterhoch brannte, wurde um das Feuer wild weiter getanzt.
Für uns natürlich ein guter Grund unser Equipment auszupacken. Noch Stunden später stoben die Funken gen Nachthimmel und auch die tanzende Gesellschaft wurde nicht müde. Nur uns, so schien es, fielen die Augen so langsam zu.

Leider hatten wir auf dem Rückweg weniger Glück mit den Guides.

Diesmal waren wir bei den zwei letzten Gruppen dabei. Die Gruppen waren nach Können sortiert und je nach Können fuhren die einzelnen Gruppen mehr oder weniger anspruchsvolle Streckenabschnitte.

Bei der letzten Gruppe handelte sich es um zwei Frauen und einen Mann, die mit Schneckentempo die Wege entlangkrochen.
Uns fielen auf den Rücksitzen der Guides schon wieder fast die Augen zu.
Während einer Pause konnten wir dann zu Glück zu einer der vorderen Gruppe wechseln.

 

Viel zu schnell war die Tour am späten Mittag vorbei. Noch einmal wurde gut gegessen, diesmal auch typisch marokkanisch, und dann war es vorbei.


Das nächste Event stand aber schon am nächsten Morgen an.
Dort sollte es hoch hinaus gehen! (M)

Abschluss der Gruppen bildete ein 4x4 Fahrzeug für Notfälle

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