Einmal die Welt von oben sehen

Der leichte Riese gleitet lautlos durch die Lüfte

Wooow!!!

Die letzte gesponsorte Tour war ein Heißluftballonflug über Marrakesch.


Ganz spontan und mit wenigen Worten lief die ganze Aktion ab. Der Besitzer, Daniel, schrieb Lorenzo per Whatsapp den Treffpunkt und die Uhrzeit und pünktlich wurden wir dort um kurz vor sechs Uhr morgens abgeholt.


Es war noch finster und das Wetter versprach gute Flugvoraussetzungen, wir waren vorfreudig und gleichzeitig nervös: Es war unser erster Heißluftballonflug.

Erst fuhren wir im Konvoi circa 30 Kilometer aufs Land und filmten nebenher Daniels luxuriösen Vierradwagen, dann wurden zwei riesige Heißluftballons vorbereitet und aufgeblasen.

 

Wir haben es uns natürlich nicht entgehen lassen, einmal IN so einen Luftballon hinein zu gehen und das riesige Luftzelt von Innen zu filmen.

 

Insgesamt wartete eine kleine Gruppe von ungefähr zehn Männern und Frauen unterschiedlichster Herkunft auf den Start.

 

Erst hob der Ballon mit den Special-Gästen ab, ein junges, frisch verheiratetes Paar aus England, dann unser Ballon gespickt mit dem Piloten Hicham und sechs weiteren Passagieren.


Es war ein komisches Gefühl, als der riesige Korb den Kontakt zum Boden verlor. Man hat nicht viel gespürt und langsam glitt man empor.

Heißluftballons werden nur vom Wind getrieben und ein Manövrieren ist somit nicht direkt möglich. Lediglich die Flughöhe des Ballons konnte mit den modernen Gasdüsen reguliert werden.


Diese waren zudem ziemlich laut und zerrissen jäh die Ruhe in bis zu 100 Metern Höhe. Trotzdem war es ein einmaliges Erlebnis.

In der Gondel schien die Zeit stillzustehen und so beobachteten wir die vorbeiziehende Erde unter uns, den zweiten Ballon über uns und die aufgehende Sonne hinter den Bergen am Horizont.


Wir sahen über das weite, flache Land mit seinen einzelnen Sträuchern, schauten vorbeifahrenden Fahrradfahrern und einzelnen Autos zu, die an diesem herrlichen Morgen schon unterwegs waren.

 

Eine Schafsherde, eine Bienenfarm und kleinere Plantagen zogen gemächlich an uns vorbei, während wir sanft auf und ab glitten.


Wenn die Gasdüsen mal nicht für Auftrieb sorgten, war es still im Ballon. Als gleite man wie eine Wolke geräuschlos über die noch schlafende Erde.

Dabei hörte man vereinzelt ein leises Klicken der Kameras, die die Passagiere dabei hatten um diesen einmaligen Moment festzuhalten.


Viel zu schnell ging der Flug vorbei und nach bereits 1,5 Stunden strich die Korbgondel sanft über den Erdboden, während die Helfer drumherum den Ballon bändigten.

 

Inzwischen war es kurz nach acht Uhr und Zeit für eine Stärkung . Nachdem wir mit dem Auto wieder zum Startpunkt gebracht wurden, gab es erst ein typisch marokkanisches Frühstück und anschließend erhielten wir ein eigenes Flugzertifikat mit unserem Namen in arabischen Schriftzeichen. (L)

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