Rückfahrt, erster Akt

Ein schlafender Fischer im

Nach genau drei Monaten, besser gesagt 115 Tagen hatten wir einen Wendepunkt auf unserer Reise erreicht.


Der Moment, bei der mehr Sand im unteren Teil der Sanduhr war, als im oberen. An unserem einhundertsechzehnten Tag traten wir unsere Rückreise an.
Eine Fahrt, die genauso ins ungewisse führen würde, wie die Hinfahrt.

 

Zugegeben, unser Ziel war es nie irgendwo anzukommen, vielmehr war der Weg das Ziel. Das klingt zwar recht kitschig und klischeehaft aber bei einer Rundreise, wie wir sie veranstalteten, war das nun mal der Knackpunkt des ganzen Unterfangens.


Wir wollten erleben, entdecken, erfahren. Und genau das hatten wir bis dato getan. Nichts desto trotz führte unser Weg nun nicht länger in Richtung unterer Rand der Weltkarte, sondern wieder Richtung weit entfernte Heimat.

 

Genau genommen führte sie uns am ersten Tag in Richtung Westen, denn unser Plan war es, die Westküste Marokkos, dann Spaniens und Portugal bis hin nach Frankreich entlangzufahren.


Nach gerade einmal einer halben Tagesfahrt erreichten wir den Atlantik . Wir folgten seinem Küstenverlauf einige Kilometer, bis wir beschlossen, in Essaouira zu übernachten, einer recht großen Stadt mit Hafen und Fischmarkt.

Nachdem wir den Hafen mit den vielen beschäftigten Seeleuten erkundet hatten, statteten wir der Medina noch einen kleinen Besuch ab. Diese war gewohnt bunt, aber lange nicht so groß und traditionell, wie wir es von Marrakesch vorgefunden hatten.


Da wir beide keine großen Fischesser sind, machte uns das Angebot aus Fischen aller Größen, die wir nicht benennen konnten, nicht sonderlich an. Nach einer ruhigen Nacht besuchten wir am nächsten Morgen nochmals den Hafen um zu schauen, ob es dort noch etwas spannendes gab.


Dies war aber leider nicht der Fall. Obendrein waren wir völlig zugeparkt von Autos und so warteten wir eine ganze Weile, bis wir endlich weiterfahren konnten.

 

Ironischer Weise waren wir nie am südlichsten Punkt Marokkos. Wer die Form des Landes gerade nicht vor Augen, dem kann man sagen, dass Marokko ein sehr langer Streifen an der westlichen oberen Ecke Afrikas ist. Jedoch ist davon nur die obere Hälfte Urbanisiert und mit Städten gespickt.


Fährt man südlich des Atlas in Richtung Äquator, kommt man recht schnell in die Sahara, die nur sehr spärlich besiedelt ist. Da wir leider weder die Zeit, noch den passenden Offroad-Camper haben, bleibt dieses Gebiet für uns unerschlossen.


Tröstender Weise waren wir ja in Merzouga bereits in der Wüste. Und auf unserem Rückweg wird es sowieso noch tonnenweise tolle Sachen zu sehen geben.
Wir sind auf jeden Fall gespannt! (L)

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