Mit der Heimat kommt der Regen

Und in Spanien kam der Regen.

 

Unsere Motivation bei solch einem scheußlichen Wetter auf Erkundungstour zu gehen war nahe null.


So nutzen wir die verregneten Tage und legten große Strecken zurück ohne andere Plätze als die Straße, unseren Camper und Einkaufszentren fürs Internet zu sehen.
Zu unserer Verteidigung können wir allerdings sagen, dass wir uns nach 5 Monaten Natur pur auch mal ein paar faule Tage gönnen dürfen.

Unserer ständiger Begleiter für lange Fahrten ist mittlerweile unser Hörbuch "Das Lied von Eis und Feuer", auch als "Game of Thrones" bekannt, geworden.

Schlussendlich sahen wir die Nordküste Spaniens nur aus dem Auto, während wir binnen weniger Tage von Portugal zu den Pyrenäen fuhren.

 

Dort angekommen besserte sich das Wetter und auch unsere Abenteuerlust taute wieder auf.
Eine riesige Felsspalte in einem Berg, ein türkis farbener See, ein verfallenes Mittelalterdorf und eine massive Staumauer weckten unsere Aufmerksamkeit.

Im Hochgebirge der Pyrenäen hatten wir vor, einen Berggipfel bis über die Wolken zu erklimmen.
Nach stundenlanger Kletterei hatten sich die Wolken jedoch verzogen. Wir fanden allerdings einen toten Baum und einen winzigen Gletscher, die uns auch als Fotomotiv dienten.

 

Einen Tag später versuchten wir auf der französischen Seite der Pyrenäen noch einmal über die Wolken zu gelangen. Diesmal fuhren wir durch den Nebel einer Wolke, die tief bis ins Tal hing. 
In einem Skiort am Berg angekommen waren wir immer noch, bei nur meterweiten Sicht, mitten im Nebel und hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben.
Während Lorenzo an Ort und Stelle kochte, versuchte Marius zu Fuß die Wolken zu überwinden.
Und tatsächlich breiteten sich irgendwann die Wolken wie ein weißes, waberndes Meer im Tal aus und nur die Bergspitzen stachen durch die Decke.

Die nächsten Tage in Frankreich gestalteten sich nicht besser als die Tage in Spanien.
Es regnete gefühlt nur einmal. Drei Tage ohne Pause. Fast schien es, als holte der Regen all die Wassermassen nach, die uns während unserem Aufenthalt in Marokko erspart blieben.

 

An der Ardèche, wo ein riesiger Steinbogen den Fluss überspannte, fanden wir dann doch noch einen sonnigen Tag.
Der letzte Höhepunkt unserer Reise.

 

Heute, am 16 Juni, nach 134 Tagen, fahren wir dorthin zurück wo alles begann und der Kreis der Rundreise schließt sich. (M) 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0