Der erste Drehtag!

Unser Kurzfilm 41 CR nimmt so langsam Form an.

 

Nach vielen Treffen und Unmengen an Planung konnten wir gestern nun endlich den ersten Probedreh durchführen. Doch eins nach dem anderen...

 

Seit mehreren Wochen planen wir nun unseren Kurzfilm zusammen mit Freunden aus Lörrach. Nachdem wir auch bereits in der Zeitung etwas geworben hatten, traf sich die Produzentengruppe, die aus uns, Yannik, Lukas und Timo besteht regelmäßig, ja fast täglich, um den ersten Dreh zu planen. Die zwei Hauptrollen Curt und Mary haben wir nach langer Suche nun endlich besetzen können.

 

Wir suchten also Locations, organisierten Equipment, Requisiten, Kostüme und eine Filmcrew. Leute, die motiviert sind und Lust darauf haben, einen Kurzfilm zu drehen fanden wir nach und nach. Auch die Requisiten sammelten wir uns an verschiedenen Stellen zusammen und überall wo wir hingingen, hielten wir nach passenden Locations ausschau.

 

Eine große Frage stand lange offen: Wie finanzieren wir unser Projekt. Denn obwohl wir damit keinen finanziellen Gewinn machen wollen, brauchen wir Geld für außergewöhnliche Requisiten oder zum Beispiel um die Anfahrtskosten oder Verpflegung der Schauspieler und Filmcrew zu bezahlen. Also entschieden wir uns, eine Crowdfunding-Kampagne zu starten. Das bekannte "Kickstarter" soll unsere Plattform werden. Doch dafür brauchen wir eine aussagekräftige Präsentation. Da wir unser Können unter Beweis stellen wollen, haben wir uns entschlossen, eine Szene aus dem Film vorab zu produzieren und zu zeigen.

 

Als Location wählten wir das Badezimmer von Lorenzos Vater, um dort Szene 6 zu drehen. 

Die Planung selbst verlief ohne Probleme, obwohl wir einsehen mussten, dass es weitaus aufwendiger ist, so ein großes Projekt zu planen. Normalerweise sind wir ja nur zu zweit unterwegs, aber wenn dann später über zehn Leute am Set sind, muss jeder genau wissen, wann, wer was zu tun hat.

 

Tragischer Weise sagte unsere Hauptrolle, welche übrigens aus Norddeutschland kommt, wegen eines wichtigen, privaten Vorfalls einen Tag vor dem Dreh ab! 

 

Da standen wir nun und blickten in ratlose Gesichter. Zehn Personen waren für den nächsten Tag am Set erwartet und nun fehlte uns das wichtigste: Der Schauspieler! Wir überlegten hin und her und berieten uns: Ein Ersatzschauspieler musste her. Also fragten wir unseren altbekannten und talentierten Freund Lukas, der schon den Preis beim 24 Hour Film Race abgestaubt hatte.

 

Er stimmte zu und war unsere Rettung, die Hauptrolle in einer Szene des Films zu spielen.

Der Drehtag selbst verlief dann recht reibungslos: Beginn, der sogenannte "Call", war um 8:00 Uhr in Herten. Dort hatten wir dann bis 15:30 Uhr Zeit für den Aufbau und die ersten Tests, bevor es dann richtig los ging. Diese 7,5 Stunden waren auch bitter nötig, um all das Equipment in den ersten Stock zu schleppen, das Set und das Licht aufzubauen, die Einstellungen zu planen und Anweisungen an das Team zu geben. 

 

Folgende Leute waren am Set: Marius, der zusammen mit Timo für die Kamera verantwortlich war; Yannik, der sich als Regisseur mit den beiden auseinandersetzte; Lukas Wieg, der als zweiter Regisseur später die Schauspieler betreute; Lorenzo als Runner, Taxifahrer für alle möglichen Leute und Verantwortlicher für die Location; Patty Jay und Marie als MakUp Artists; Elia Lang als Behind The Scenes Kamera, Florian Biehler als BoomOperator und Tonmensch und schließlich die beiden Schauspieler Lukas Engelke und Jana Ludwig.

Da die Wasserhähne im Badezimmer recht modern waren, hatten wir uns entschlossen, einen mit dem aus der Toilette auszutauschen. Das stellte sich als schwieriges Unterfangen heraus und so mussten wir das komplette Waschbecken abnehmen um den Wasserhahn zu lösen.

 

Auch war unser Slider zu kurz und so verlängerte Lorenzo ihn kurzer Hand mit einer Dachlatte.

Mittags gab es dann leckere, selbstgemachte Lasagne und die Stimmung war ausgelassen. Danach begann endlich der Dreh. Bei Weitem hatten wir uns das Drehen nicht als so einen langwierigen Prozess vorgestellt, Timo, der ein wahrer Perfektionist ist, stellte die Kamera millimetergenau ein und so wurde für eine 20 Sekunden Sequenz immer 30 Minuten vorbereitet und umgebaut. Im kleinen Bad wurde es zusammen mit den Lampen und den sechs Leuten außerdem sehr schnell sehr warm und stickig und so war es für Marius und den Rest dort nicht sehr angenehm. 

 

Als um 20:00 Uhr dann endlich die letzte Szene im Kasten war, waren wir alle sehr froh, bald Feierabend zu machen. Nachdem wir alles abgebaut, die Wasserhähne wieder gewechselt und aufgeräumt hatten, fuhren wir um 21:30 nach Hause.

 

Nach über 13 Stunden am Set waren wir fix und alle und freuten uns auf unsere Betten. Doch müssen wir auch ein großes Lob an die komplette Crew aussprechen, die immer motiviert und fleißig mitgearbeitet hat und es so zu keinerlei Problemen am Set kam. 

 

Wie wir Anfang November eine Woche am Stück drehen wollen und wie wir den Dreh vor allem vorher perfekt durchplanen wollen, ist uns bis jetzt noch ein Rätsel. Doch auch das werden wir schaffen! (L)

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Kommentare: 1
  • #1

    Elia (Sonntag, 02 Oktober 2016 19:30)

    Mal wieder sehr gut geschriebener Artikel und echt witzige Bilder :D Weiter so