Man sieht erste Ergebnisse...

So etwas haben wir noch nicht erlebt! Was wir für einen Aufwand für diesen Film betreiben ist unglaublich. Doch zuerst mal alles auf Anfang: Los ging es diesmal etwas später. 16:00 Uhr war "Call" an der Villa in Brombach. Dort versammelten sich dann insgesamt 14 Leute um das erste Set aufzubauen.  

 

Im Keller der riesigen Villa Haag entstand so aus einem kleinen Büro ein Verhörraum, alles lief reibungslos. Dann ging plötzlich ein ohrenbetäubendes Geräusch los: der Feueralarm! Aber kein Problem, wir hatten schon damit gerechnet. Die Feuerwehr rückte nicht an, obwohl der Keller total verraucht war. Besser gesagt war er voll Haze (Dunst/Nebel). Diesen braucht man beim Film, um das Licht voluminöser wirken zu lassen. Glücklicherweise hatten wir die Feuerwehr informiert und so war die einzige, die in Panik verfiel, Frau Haag selbst bei dem Versuch, den Feueralarm wieder auszuschalten.  Als es draußen dunkel wurde, wurden vor den Fenstern Scheinwerfer platziert, um das Tageslicht am Set zu imitieren. Das klappte dank leistungsstarker Scheinwerfer erstaunlich gut.

 

Am Set selbst gab es allerlei alte Requisiten, wie Schreibmaschinen und ein antikes Tonbandgerät. Luca Manfredi und Lukas Wieg spielten zwei Polizisten, die Curt vernahmen. 

Die Villa war so riesig und es waren so viele Crewmitglieder und Helfer da, dass man nach zwei Stunden immer noch auf neue Gesichter gestoßen ist, die man bis jetzt noch nicht gesehen hatte. Uns standen außerdem mehrere WalkieTalkies, im Fachjargon PMRs, zur Verfügung, mit denen wir vom Keller direkt zum Aufenthaltsraum im dritten Stock funken konnten, um Anweisungen zu geben. Einige davon sponserte uns Isabell Weber, der wir natürlich ein großes Dankeschön aussprechen. Solche Funkgeräte sind natürlich sehr praktisch und sehen ultra cool aus!

Gegen 20:00 Uhr wurde in Windeseile alles eingepackt und ins Auto geladen. Im Wald hinter Hauingen sollte der Höhepunkt der Films gedreht werden. Jetzt brach das Chaos aus. Alle hetzten quer durch die Villa, man rief sich gegenseitig Aufforderungen zu, "Hast du die Sandsäcke eingepackt?", "Ich brauche einen Setrunner im Lagerraum", "Wo ist der Generator???". Nach nur 20 Minuten war dann scheinbar alles verräumt und die ersten Autos bretterten die Feldwege mitten im Wald entlang. Im stockdunklen Unterholz hatten bereits zwei Setrunner ein Loch gegraben... Dort stürzt im Film dann etwas hinein. Was, wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Nachdem das Stromaggregat betankt und gestartet war, wurden die ersten, riesigen Galgenstative mit den 500 Watt Lichtern aufgestellt. Auf einmal war der Wald hell erleuchtet! An dieser Stelle noch ein richtig großes Dankeschön an Aaron Sütterlin und seine Firma "Sütterlin & Vogl Veranstaltungstechnik", der uns so viel Lichtequipment zur Verfügung stellt. Auch der eingangs erwähnte Hazer stammte von ihm und konnte im Wald nun so richtig seine Power zeigen. Nach wenigen Minuten war der komplette Wald mit einem feinen Dunst durchzogen. Die perfekte Lichtsituation für eine mysteriöse Stimmung im Film. Dann wurde erst mal Essen gefasst. Für diesen Tag hatten wir keine Unterstützung von einem Caterer, also mussten die Eltern von Lukas Wieg einspringen. Diese kochten eine exzellente Suppe, von der jeder geschwärmt hat.

Frisch aufgewärmt ging es dann nach einer weiteren Aufbauphase endlich ans Drehen. In der Szene hetzt Curt mit seiner Öllampe durch den Wald, auf der Suche nach dem abgestürzten Objekt. Die Shots sehen verdammt gut aus. So verdammt gut, dass Marius, unser Kameramann irgendwann anfing, seine hoch angespannte und konzentrierte Mine gegen ein breites Grinsen auszuwechseln. Obwohl wir 2 Stunden hinter dem Zeitplan lagen, schafften wir es trotzdem irgendwie, pünktlich um zehn vor 00:00 Uhr fertig zu sein. Der Abbau ging diesmal wirklich reibungslos und schnell! (L)

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Kommentare: 1
  • #1

    Andreas Wieg (Freitag, 04 November 2016 11:18)

    Super cooles Team seit Ihr. Und Danke fürs Kompliment.