Herbe Rückschläge. Aber wir geben nicht auf!

Wenn die Zeiten schwierig werden, muss man kämpfen. Man darf nicht aufgeben. Beim Filmemachen wird man immer wieder mit Problemen konfrontiert, die es zu lösen gilt. Wer nicht flexibel, einfallsreich und spontan ist, der hat schon verloren. An diesem Drehtag ging es Aaron, unserer Hauptrolle überhaupt nicht gut. Er hatte sich wahrscheinlich eine Grippe eingefangen und ihm und seinem Magen ging es gar nicht gut. Unglücklicherweise war heute der längste Tag der ganzen Woche. Er sollte von 09:30 bis 21:00 Uhr gehen. Die Situation erschien fast aussichtslos. Wir versuchten so viel und so schnell wie möglich zu drehen und achteten gleichzeitig darauf, dass Aaron sich etwas schonen konnte. 

Für diesen Tag hatten wir gleich zwei mal Catering organisiert: Mittags gab es super leckere Döner vom Dönerhaus Lörrach, über die sich alle, außer Aaron natürlich, gierig hermachten. Dieser legte sich über den Mittag hin, in der Hoffnung, dass es ihm danach wieder etwas besser ginge. Nach knapp zwei Stunden Umbaupause betraten wir Aarons vorübergehendes Schlaflager und fanden ihn tief schlummernd und schnarchend vor. 

 

Wir hatten die große Ehre, Marcus Calvin für eine kleine Rolle für uns gewinnen zu können. Er ist bereits ein alter Hase im Filmbusiness und hat zum Beispiel schon beim "Tatort" mitgespielt. Die Rolle, die er bei 41'CR spielte, unterforderte ihn fast schon unserer Meinung nach. Er war sehr sympathisch und spielte geduldig mit. Obendrein stattete uns noch Niklas Huber, der Autor der Kurzgeschichte 41'CR, einen Besuch ab. Er war sichtlich beeindruckt, wie aufwändig wir diesen Film umsetzen und hätte im Leben nicht mit so einer Professionalität und so viel Leidenschaft am Bewegtbild gerechnet. 

Nachdem Aaron wieder aufgewacht war, drehten wir gegen 19:00 Uhr weiter. In der anstehenden Szene war nochmal voller Körpereinsatz gefragt und Aaron musste sich ordentlich zusammennehmen, denn lange würde er der Belastung nicht stand halten können. Zwischen den einzelnen Einstellungen saß er immer in eine Decke gehüllt und gekrümmt in der Ecke und versuchte sich irgendwie aufzuwärmen. Trotzdem ließ sich das Team nicht demotivieren und alle versuchten sich zusammenzureißen. Schlussendlich hatten wir alle Takes im Kasten, die wir brauchten und konnten gegen 21:30 Uhr Feierabend machen. Wir wollten unsere Hauptrolle nicht überstrapazieren und kein Risiko eingehen. Deswegen machten wir zeitig Schluss, damit wir am nächsten Tag wieder Vollgas geben konnten. Die Stimmung war zwar etwas gedrückt, aber den kommenden, letzten Drehtag würden wir auch noch überstehen. Noch einmal zusammenreißen und hoffen, dass es Aaron wieder besser geht. (L)

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