Jetzt wird es Zeit für Special-Effects

Hoch motiviert ging es am Mittwoch um 13:00 Uhr los. Heute hatten Patty und Marie, die für das MakeUp verantwortlich waren, ihren großen Auftritt. Curt sollte für eine Albtraum-Szene mit einem Sessel verschmelzen. Die zwei Expertinnen entschieden sich für Latexfetzen als Hautimitation. Im Chillout-Bereich verteilten sie eine übel riechende Latexmilch, die in dünnen Fetzen trocknete. Das Ganze stank enorm! Parallel dazu wurde das Set aufgebaut. Außerdem hatte Curts Frau Marie, gespielt von Jana Ludwig, ihren ersten Auftritt. Sie kommt aus Freiburg und ist auf der Schauspielschule. Nachdem sie in ein leichtes Abendkleid geschlüpft war, wurde sie natürlich noch mit einem Mikrofon verkabelt und die ersten Einstellungen konnten gedreht werden.

Um zu zeigen, wie viele Leute an so einem Drehtag nötig sind, um alles zu stemmen, zählen wir das an dieser Stelle einmal auf: Wir haben Yannik und Lukas, die Regie führen; Patty und Marie, die sich um das MakeUp kümmern; Marius und Timo, die verantwortlich für Licht und Kamera sind und Tim, Felix, Julian, Salome und Kolja, als sogenannte Setrunner, deren Aufgabe es zum Beispiel ist, Licht auf- und abzubauen oder einfach überall da zu helfen, wo gerade eine Hand gebraucht wird. Außerdem am Set: Robin, der verantwortlich für den Ton ist, Elia, der die Filmklappe mit der richtigen Beschriftung vor die Kamera hält und Lorenzo, welcher sich um sämtliche Fotos für Blog und Facebook kümmert, aber auch mit dem Auto mobil ist und dafür sorgt, dass jeder und alles irgendwo abgeholt und hingebracht wird. Ganz oben in der Rangliste steht dann noch Ansgar, der den Posten der Aufnahmeleitung besetzt. Er sorgt dafür, dass alles im Zeitrahmen bleibt und macht auch mal ordentlich Druck, wenn es sich die Leute zu bequem machen. Nicht zu vernachlässigen sind natürlich die Schauspieler, Aaron und Jana. Ohne die beiden könnte der Film gar nicht erst so stattfinden wie geplant!

Von links nach rechts, hintere Reihe: Tim, Julian, Marius, Salome, Felix, Jana, Timo, Kolja, Elia, Ansgar, Robin, Marie, Patricia. Vordere Reihe: Lorenzo. Yannik, Aaron, Lukas
Von links nach rechts, hintere Reihe: Tim, Julian, Marius, Salome, Felix, Jana, Timo, Kolja, Elia, Ansgar, Robin, Marie, Patricia. Vordere Reihe: Lorenzo. Yannik, Aaron, Lukas

Spannend wurde es, als das MakeUp-Department dann anfing, die künstlichen Hautfetzen an Aarons Armen zu befestigen. So ein Unterfangen braucht natürlich Zeit und so pinselten und tupften sie circa eine halbe Stunde an seinen Armen herum, bis das Ergebnis perfekt war. Leider hattet ihr nicht die Möglichkeit, Aarons Performance in dieser Szene zu sehen, aber wir können euch verraten, dass sein gequältes Schauspiel einfach nur verdammt gut aussah. Aaron Konecki ist ein grandioser Schauspieler und wir sind sehr froh, dass wir ihn für diese Rolle besetzen konnten.

Der halbe Tag war nun geschafft... Langsam wurde es Abend und draußen dunkel. Höchste Zeit, wieder Licht von außen aufzubauen, damit der blaue Mondschein imitiert werden konnte. Die nächste Szene spielt im riesigen Wohnzimmer der Villa: Curt und Marie beim Abendessen.

Die Schwierigkeit bestand hier für die Kamera darin, dass an einer Wand ein riesiger Spiegel hängt, den man natürlich nicht im Film sehen sollte. Aber das kompetente Kameradepartment, bestehend aus Timo und Marius, meisterten natürlich auch diese Hürde. Dummerweise war der Hazer (Nebelmaschine) defekt und so lagen wir knapp zwei Stunden hinter dem Zeitplan, bis ein neuer organisiert werden konnte. Als dieser dann allerdings wieder einsatzbereit war, wurde gedreht und die Performance der beiden Schauspieler war natürlich mal wieder allererste Sahne!

Leider gerieten wir immer mehr in Verzug, was den Zeitplan betraf. Ein großer Lichtblick diesbezüglich war da das leckere Essen vom Partyservice Stich aus Fahrnau. Dieser hat uns für drei Tage leckeres Essen zugesagt. Heute gab es Frikadellen mit Kartoffelauflauf. Lecker!

Das leckere Essen vom Partyservice Stich
Das leckere Essen vom Partyservice Stich

Trotzdem weiter etwas angespannt versuchten wir, den Dreh so schnell wie möglich zu beenden. Gegen Ende sank die Motivation leider nochmal etwas stärker, aber mit vereinten Kräften und einem ordentlichen Tritt in den Hintern von Ansgar konnten wir dann mit einer Stunde Verspätung um 22:00 Uhr Feierabend machen. Etwas frustriert hatten wir also an diesem Tag gelernt, dass nicht alles zu 100% nach Plan laufen kann und das Filmemachen immer Aufgaben mit sich bringt, die nicht unbedingt Spaß machen. Aber wir produzieren hier schließlich einen professionellen Film und da wird nicht rumgedruckst wegen so etwas. (L)

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Kommentare: 2
  • #1

    Gassi (Freitag, 04 November 2016 14:18)

    Bin echt gespannt auf den fertigen Film, alleine die Bilder und das Ambiente kommt toll rüber!

  • #2

    Elia (Samstag, 05 November 2016 16:01)

    Super Beitrag, macht echt Spaß das hier alles zu lesen. Weiter so!