Megaprojekt mit 1000 Menschen

Wir haben ein gigantisches Projekt gestemmt!!! Ein Drehversuch, der zehn Minuten dauert, über 1200 Leute, die sich koordiniert und sekundengenau zu Musik bewegen müssen. Ein monstermäßig gutes Video ist dabei entstanden! An nur EINEM Tag.

 

Der Lipdub des Theodor-Heuss Gymnasiums Schopfheim ist endlich öffentlich.

 

Nach wochenlanger Geheimhaltung des Projekts Seitens der Schüler und Lehrer wurde das Video am 13. Juli Wolfgang Stocker, dem (noch) aktuellen Direktor des Gymnasiums in Schopfheim präsentiert. Er war die einzige Person, die von der monatelangen Planung nichts wusste und zum Glück auch nichts mitbekommen hatte. Doch wollen wir am Anfang der Geschichte beginnen, damit jeder das Ausmaß dieses Projekts begreifen kann...

Vor einigen Wochen sprach uns Lukas Engelke, unser ehemaliger Lehrer und inzwischen sehr guter Freund an, ob wir nicht mal wieder ein neues, großes Projekt starten wollten. Er hatte da was cooles im Internet gesehen, sagte er uns. Bei einem kühlen Bierchen an der schönen Frühlingsluft zeigte er uns mit strahlenden Augen einige Youtubevideos von amerikanischen Lipdubs. Für alle, die sich fragen, was so ein Lipdub ist, hier eine kurze Erklärung: 

 

Ein Lipdub ist eine Art Musikvideodreh, der von großen Menschenmassen, oft von Schulen, veranstaltet wird. Dabei läuft Musik Playback, während einige Sänger dazu vor der Kamera herlaufen und lippensynchron singen. Um sie herum stehen dann viele weitere Menschen und schmeißen mit Konfetti um sich und machen allerlei Faxen. Der Clou an dem Ganzen ist, dass dieses Video keinen einzigen Schnitt hat und somit alles perfekt klappen muss.

 

So einen Lipdub wollte Lukas mit uns und 1200 Schülern des THGs Schopfheim umsetzen. "Du bist doch völlig verrückt!", sagten wir, nachdem er uns die Idee geschildert hatte. Und dann willigten wir ein. Denn wir sind ja genauso verrückt! Dann startete auch sofort die Planung.

 

Zusammen mit einer weiteren Lehrerin, Anja Frey, stritten wir uns um die passende Musik, die alte Generation waren natürlich überhaupt nicht mit "hippen" Vorschlägen wie "What does the Fox say" einverstanden, aber schlussendlich siegten wir doch über die Musikwahl und sollten damit wohl mitten ins Schwarze treffen. Die Krux an der ganzen Sache war obendrein die Geheimhaltung vor dem Schuldirektor. Lukas und Anja weihten den Rest der Lehrerschaft bei einer Gesamtlehrerkonferenz in dieses große Projekt ein und der Großteil war begeistert von der Idee.

In den nächsten Wochen arbeiteten wir die Route aus, die die Kamera beim finalen Drehtag nehmen würde und teilten die Klassen in Abschnitte ein. Starten sollte das Video vor der Schule, dann einmal durch die Schule direkt zum Hinterhof, um hinter der Mensabühne durch die Tür wieder hereinzukommen. Dann direkt auf die Bühne und einmal quer durch die Mensa. Wieder raus, an den Schulcontainern vorbei, über den Sportplatz hinten in die Sporthalle rein und in Schlangenlinien durch. Als nächstes huschte die Kamera durch die Umkleiden durch und direkt die Treppen hoch in den ersten Stock. Weiter ging es durch die Bioräume bis sie dann vor dem Aufzug ankam. Dort wurde natürlich nicht angehalten, sondern mit dem Fahrstuhl ging es weiter in den zweiten Stock, einmal den Gang entlang, durch den Physikraum und raus aufs Dach der Schule. Dort hob die Kamera dann ab und drehte einige Runden über dem Schulhof, wo nochmal die große Gesamtchoreografie stattfinden sollte.

 

Nach und nach überlegte sich jede Klasse bei ihrer Station ein Szenario, das die kurzen 12 Sekunden, die sie hatten füllen sollte. Wir waren überrascht, was für geniale Einfälle die Schüler hatten. So verwandelte sich zum Beispiel ein Klassenzimmer in ein Aquarium, die Biosammlung in eine Disko oder eine Dominoreihe aus Menschen flog den Gang entlang um.

Dann kam der Stichtag! Der Tag an dem alles perfekt laufen musste, 1200 Leute ihre Choreografie perfekt ausführen mussten und wir gleichzeitig filmen, Anweisungen brüllen und Ratschläge geben mussten. Das Ergebnis seht ihr oben.

 

Um 7:45 Uhr, zur ersten Schulstunde versammelten wir uns mit Lukas und Anja im Lehrerzimmer, um danach jeder auf seinen Posten zu gehen. Lukas organisierte ein riesiges Megaphon, während Anja fleißig bunte Blätter an die  Schüler im Hof verteilte. Wir werkelten indes an der Technik und der Kamera herum. Zuerst stand der Dreh der Schlusssequenz an. Und hier müssen wir den Zauber des schnittlosen Videos (leider) brechen. Denn ganz ohne Tricks funktionierte es nicht. Zwischen dem Part in der Schule und der Drohnenfahrt gibt es einen Schnitt. Wo der genau sitzt, verraten wir allerdings nicht. 

 

Lukas stand im ersten Stock am Fenster mit Überblick auf den Innenhof und brüllte sich gekonnt die Seele aus dem Leib. Alle 1200 Schüler versteckten sich, bewaffnet mit einem blau/gelben Blatt, unter den Durchgängen der Schule und strömten auf Kommando in den Schulhof. Drei Probedurchläufe gab es und dann wurde scharf gefilmt. Mit leicht zitternden Händen nahm Lorenzo auf dem Dach des Neubaus Platz, da er dort den besten Blick auf die Drohne haben sollte. Die Drohne hob ab und bahnte sich ihren Weg von Neubau Richtung Innenhof. Dann wurde per WalkieTalkie das Kommando gegeben, dass die Hof-Choreografie starten konnte und wenig später hörten wir Lukas' Stimme durch die sonst ruhige Schule hallen. Lediglich das leise Summen der Drohne hoch oben war noch wahrzunehmen.

 

"Drei, zwei, eins, und los!!!" Hieß es und mit tosendem Bebrüll, der noch hunderte Meter weit zu hören war, stürmten über 1000 Menschen in den Hof. Lorenzo flog die perfekte Kurve über dem Schuldach und als er das Schauspiel sah und hörte, stellten sich seine Nackenhaare auf. "Drei, zwei, eins und Blätter hoch!" Lautete das zweite Kommando von Lukas. In einer gewaltigen Laolawelle hoben alle das blaue Blatt über ihren Kopf. Kurz darauf kam das dritte Signal und die Schüler drehten ihre Blätter auf die gelbe Seite um. Doch nicht alle Blätter waren auf der anderen Seite gelb. In der Mitte des Schulhofs formte sich ein riesiges, rotes Herz und spätestens jetzt war die Gänsehaut garantiert! Anja hatte nach mühsamem Rechnen und Herumprobieren ein unglaubliches Ergebnis geschaffen. Sie hatte nämlich zuvor auf dem Boden markiert, wo die Schüler mit den roten Blättern stehen sollten und das hat grandios funktioniert. Doch hier endet die Choreografie noch nicht. Gleichzeitig sieht man nämlich noch, wie eine blaue Folie vom Rondell gezogen wird und der Schriftzug "Goodbye Stocki" hervorkommt. 

 

"Wow" war das einzige Wort, das wir in diesem Moment sagen konnten. Und so ist es wohl vielen ergangen, als sie das Video sahen.

 Jetzt folgte der noch schwierigere Teil der ganzen Aktion. Die einzelnen Klassen bezogen ihre Posten entlang der Strecke und bereiteten sich und ihre Kulissen (falls vorhanden) vor. Zusammen mit den eingeteilten Streckenposten probten sie schon grob den Ablauf um ein Gefühl für die Präsenz vor der Kamera zu bekommen. Wir hingegen klapperten zusammen mit Lukas eine Station nach der anderen ab, klärten Fragen, planten, wie genau sich die Kamera bewegen solle und zu genau welchem Zeitpunkt das Konfetti fliegen musste. Natürlich dauerte das deutlich länger als wir das eingeplant hatten, was insgesamt eine Verzögerung nach Hinten zur Folge hatte. Auch kämpften wir mit der Lautstärke der Musikanlage, die neben der Kamera herlaufen sollte, damit das Timing stimmte. Trotz einer riesigen Boombox auf Lorenzos Rücken konnte man unter dem Gegröle die Musik nicht hören. Erstaunlicherweise hatten die kleineren aber modernen Bluetoothlautsprecher, die einige Schüler dabei hatten, wesentlich mehr Bums und so konnten wir doch noch alle ausreichend beschallen.

Die Zeit drängte und um pünktlich fertig zu sein, entschlossen wir uns, einen kompletten Probedurchlauf zu streichen und direkt mit dem ersten Drehversuch zu starten. Durch die Lautsprecheranlage der Schule wurde durchgesagt, dass sich nun alle auf ihre Plätze begeben sollten um zur Ruhe zu kommen. Wieder wurde es still, bis der Playbackton aus der kleinen Boombox ertönte, die Lorenzo hinter Marius her trug. Dicht gefolgt von Lukas, der unter höchster Anspannung letzte Regieanweisungen den Schauspielern zurief, bahnten wir uns unseren Weg durch das Schulhaus. Einige Aktionen klappten wunderbar, einige weniger. Trotzdem waren wir positiv überrascht, als die das Video zum ersten Mal checkten: So schlecht, wie befürchtet war es nämlich gar nicht. Und die Aktionen der Klassen kamen in den meisten Fällen auch wunderbar zu Geltung auf dem Bildschirm. Wir waren stolz! Trotzdem wollten wir uns steigern und riefen zum zweiten Durchgang auf. Nach nur 15 Minuten standen alle wieder bereit und warteten darauf, dass die Kamera endlich um die Ecke kam.

 

Nun klappten auch Sachen, die beim ersten Durchgang nicht reibungslos verliefen. Leider auch umgekehrt, denn einige Sachen funktionierten überhaupt nicht so gut wie im ersten Durchlauf. Jetzt hatten wir aber Blut geleckt! Der dritte Durchlauf sollte perfekt werden! 

 

Aber war wohl nichts... Denn wenn man 1200 Schülern ankündigt, dass man nur zwei Versuche filmt und plötzlich mit der Planänderung, einen dritten zu machen daherkommt, stößt man auf wenig Zuspruch. Also mussten wir uns geschlagen geben und fingen an gemeinsam aufzuräumen. Die Putzaktion ging rasend schnell und nach 45 Minuten fand man kein einziges Konfettiteilchen mehr auf dem Boden. Das war wahrscheinlich der Tatsache zu verdanken, dass alle Schüler ehrgeizig verhindern wollten, dass Herr Stocker am nächsten Tag etwas mitbekommt.

Allgemein müssen wir ein mega großes Lob und ein riesen Dankeschön an die gesamte Schüler und Lehrerschaft äußern. Die Hitze war an diesem Tag nicht gerade förderlich und mit eisernem Willen und einer enormen Geduld warteten alle Beteiligten brav auf ihren Einsatz. So einen Zusammenhalt und Miteinander hat die Schule wohl noch nie erlebt. Ein einzigartiges Erlebnis, dass allen Schülern und Lehrern wohl noch lange im Gedächtnis bleiben sollte. Auch Lukas und Anja gebührt natürlich ein riesen Dank, ohne die dieses Event nie hätte stattfinden können.

Jetzt stellt sich noch die Frage: Wie kam das Video bei Wolfgang Stocker an?

 

Zusammen mit allen Lehrern und Klassensprechern veranstaltete die Schule eine offizielle Verabschiedungszeremonie mit Geigen, Reden und der typischen Geschenkübergabe. Als Herr Stocker nach einer erstaunlicherweise ganz netten Veranstaltung gerade abmoderieren wollte, sprangen Lukas Engelke und Anja Frey, die neben uns saßen auf und riefen laut "Halt! Da gibt's noch was, was wir dir zeigen wollen."

Etwas verwirrt starrte uns Herr Stocker an, als wir zu viert nach vorne liefen. Der ganze Saal wusste, was nun bevor stand: Der Lipdub wird gezeigt. Eine einzige Person, nämlich Herr Stocker wusste nicht, was jetzt folgte. Die Leinwand fuhr herunter während Lukas und Anja noch ein paar erklärende Worte von sich gaben. Dann gab's noch eine herzliche Umarmung und Herr Stocker nahm wieder ganz vorne Platz.

 

Die Musik startete und das Bild flimmerte über die Leinwand. Zehn Minuten starrten alle gebannt nach vorne während Musik von Peter Fox, Laing, Jan Delay und Weiteren erklang und alle 1200 Schüler des THGs den Abschied des legendären Schuldirektors Wolfgang Stocker mit ihren paar Sekunden im Lipdub ehrten. 

 

Tosender Applaus am Ende! Das Licht ging an und jetzt war es wieder an Herr Stocker etwas zu dem gerade Gesehenen zu sagen. Aber ihm fehlten die Worte. Nur schwer brachte er ein paar Sätze zusammen wobei der Großteil darauf hinauslief, wie verrückt, Lukas, Anja, wir und die ganzen Schüler und Lehrer waren, so ein Projekt hinter seinem Rücken umgesetzt zu haben. Es war ein emotionaler Moment und wir glauben, dass es ein wunderbares Geschenk für unseren ehemaligen Schuldirektor gewesen ist. Und Wolfgang Stocker wird sich den Lipdub an diesem Tag wohl nicht zum letzen Mal angesehen haben. Da sind wir uns sicher! (L)

Übrigens konnte man den Lipdub am Tag der offenen Tür auch nochmal am THG anschauen. Dort standen wirklich hunderte Menschen vor der Leinwand und wir merkten richtig, wie stolz die Schüler waren, als sie sich auf der großen Leinwand sahen. 

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70 Stunden Arbeit pro Minute

Freudenstadt: Tag zwei. Vor kurzem veröffentlichten wir einen Blogeintrag über den ersten Drehtag vom Kurzfilm "Unschuld". Natürlich folgt jetzt auch noch der zweite Tag, ist ja klar! Wir wollen unsere Erlebnisse am Set mit euch teilen und so teilen wir auch die Tatsache, dass wir morgens um 08:00 Uhr mit verschlafenen Augen inmitten eines ruhigen Wäldchens standen und Ansgar schon voller Energie die ersten Anweisungen rief. Das Kameradepartment trug fleißig Technikkram durch den Wald, baute einen 8 Meter langen Dollytrack auf, auf dem die Kamera dann später sanft durch den Wald fahren sollte. Gleichzeitig lud Christine ihre großen Schminkkoffer von ihrem blauen Pickup-Truck und richtete sich eine gemütliche Ecke für die Maske ein. Auch ein dunkelgrüner Land Rover Defender stand mitten auf der Lichtung, aus dem die Söldner Winfried und André gleich in der ersten Szene aussteigen sollten.

Mit knapp einer Stunde Verspätung wurde die erste Szene des Tages gedreht und der Motor des Defenders röhrte auf, während er ins Bild fuhr. Nicht viel später war die Szene dann auch schon abgedreht und die Umbauten begannen von Neuem. Yannik Winzer, der einen Tag zuvor schon unter Wasser getaucht und fast ertränkt wurde, begab sich nun in die Maske, wo ihm ein widerlicher ausgerissener Fingernagel geschminkt wurde, der verblüffend echt aussah. Weil ein gutes Ergebnis auch etwas Zeit brauchte, kam es hier ebenfalls zu einer kleinen Pause, in dem die Leute im Schatten Schutz vor der prallen Sonne suchten und Däumchen drehten. Anna-Lena Bauer und Samira Kurz probierten indes viel zu große Springerstiefel an, die eher wie Clownsschuhe wirkten.  Die Beiden spielten zwei Söldnerinnen, die eine Geiselübergabe mit André und Winfried durchführen sollten. Irgendwann kam Nico Gerspacher dann auf die Idee, diese schon zu üben, während Yanniks  Finger noch präpariert wurde. Wer durfte da herhalten? Lorenzo, der Tonmann. Ihm wurde grob ein Sack über den Kopf gezogen und von Anna-Lena und Samira links und rechts einmal quer über die Lichtung geschleift, wo Winfried und André schon auf ihn warteten, ihn zu Boden stießen und hart auf ihn eintraten. Rings herum hatte sich eine Meute von schaulustigen Crewmitgliedern angesammelt, die das Spektakel gaffend verfolgten.

 

Dann war Yannik endlich bereit. Ihm wurde noch etwas Kunstblut über das Tshirt gekippt und dann wurde gedreht. Besonders schwierig war es in der ganzen Action eine scharfe Nahaufnahme des Fingers zu bekommen. Nach mehreren Versuchen klappte es dann natürlich doch. Yannik berichtete, dass es gar nicht bequem war, mit gefesselten und ausgestreckten Armen so lange auf dem Boden zu liegen. Mitten in der prallen Sonne konnte man beobachten, wie eine Schweißperle nach der anderen von seiner Nase tropfte.

Dann kam die wohlverdiente Mittagspause!

Über den leckeren Tortellinisalat, die Brötchen und Wiener Würstchen freute sich jeder! Total ausgehungert standen alle brav in einer Reihe beim Essen an und gierig und wortlos wurde danach in Ruhe gegessen. Die Hitze setzte uns deutlich zu und so waren alle nur noch in ihr Mittagessen vertieft. Nachdem es also einige Zeit still im Wald wurde, wurde jetzt versetzt. Das heißt, die Location wurde gewechselt. Die zuvor gepackten Autos ließen ihre Motoren aufheulen und kurze Zeit darauf zog sich eine schier endlose Kolonne von über 10 Autos durch die idyllische Landschaft, als wir in einen anderen Teil des Waldes fuhren.

 

Die letzte Szene des Kurzfilms "Unschuld" stand nun unmittelbar bevor. Pirmin und Patrick schnallten die Kamera auf einem Stativ in den Kofferraum des Kameraautos, sodass sie nach hinten rausfilmen konnten. Patrick saß eingequetscht hinter der Kamera und bediente sie, während Pirmin das Auto fuhr. Auf dem Beifahrersitz saß Nico mit dem Kontrollmonitor und gab Anweisungen, wie Pirmin fahren sollte. Hinter dem Kamerawagen fuhr natürlich der Defender mit Marcello, André und Winfried her. Staub wurde vom Weg aufgewirbelt und das Lichtspiel der Blätter zauberte ein fantastisches Bild. Zusammen mit der niedrigen Kameraperspektive könnte diese Szene direkt aus einem Actionfilm aus Hollywood stammen.

Ab und zu kamen Radfahrer vorbei, die wir dann freundlich um etwas Geduld bitten mussten, bis die nächste Szene abgedreht war. Sie erkundigten sich neugierig nach unserem Projekt, ehe sie weiterfuhren. Am Ende des Weges hatte es sich Yannik bequem gemacht um dort die Straße zu sperren. Doch die meiste Zeit verschlief er einfach nur und gönnte sich eine Pause nach der anderen. Blieb ihm ja auch nichts anderes übrig. Die Stimmung am Set beschrieb Marcello als familiär, er hatte ja bereits einige Filmerfahrung und wusste unser Teamwork zu schätzen. Gemütlich drehten wir so einen Take nach dem anderen ab, bis wir uns schließlich mit nur noch kleiner Verspätung für das letzte Gruppenfoto aufstellten. Es machte noch ein letztes Mal Klick, ehe Ansgar die abschließende Rede schwang und sich bei allen bedankte für ihr Engagement, die Geduld, Hilfe und vor allem den Spaß und Ehrgeiz. Gegen 18:00 Uhr trennten sich dann unsere Wege und alle fuhren nach diesem wunderbar anstrengenden Wochenende wieder heim. Rechnet man aus, wie viele Arbeitsstunden in einer Minute fertigem Film stecken, so haben wir allein für den Dreh pro Minute über 70 Stunden investiert mit all den verschiedenen Leuten und ihren Aufgaben. 

 

Das Ergebnis wird erst im August zu sehen sein, denn Ansgar, Nico und Pirmin wollen sich für die Nachbearbeitung ordentlich Zeit nehmen und den Film perfektionieren. Wir halten euch natürlich hier über unseren Blog auf dem Laufenden. (L)

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Da kommt was Großes!

"Die planen was Ernstes!", haben wir uns vor einigen Wochen gesagt. Ansgar Wörner und Nico Gerspacher steckten mitten in den Vorbereitungen für einen Kurzfilm, der den Titel "Unschuld" trägt, als wir ihren Facebook-Post sahen, mit dem sie noch nach helfenden Händen suchten. Die beiden lernten wir bei den Dreharbeiten zu unserem Kurzfilm 41'CR kennen und schätzen. Ansgar wohnt in Dietersweiler bei Freudenstadt im Schwarzwald und hat das ganze Projekt ins Leben gerufen. Dazu hat er zusammen mit Nico das Drehbuch geschrieben und zusammen mit dem "Film Theater Forum"- Verein aus Freudenstadt die Produktion übernommen. Das heißt, er hat sich um die komplette Logistik und einen reibungslosen Ablauf gekümmert. Crew, Equipment, Darsteller, Verpflegung, Drehort, Requisiten... All das organisierte er für das Drehwochenende vom 10. und 11. Juni. Wir zollen ihm Respekt, dass er das so gut hinbekommen hat. Wie ein Uhrwerk sollten alle Zähne ineinander greifen und der Dreh ohne Zwischenfälle über die Bühne gehen. Doch später mehr dazu. Wir von Carmona waren einmal für den Ton am Set, im Fachjargon das "Angeln des Tons", und für das Drehen eines Making ofs, sowie das Anfertigen der Schnappschüsse, die man in den allgemeinen Weiten des Internets findet, verantwortlich. 

 

Am Samstag morgen fuhren wir zusammen mit Yannik Winzer von DesignAreal Lörrach fast pünktlich um 5:34 von Schopfheim los in Richtung Villingen-Schwenningen. Nachdem wir auf dem Feldberg aus dem Auto heraus einen atemberaubenden Sonnenaufgang bewundern konnten, klingelten wir wenig später Nico aus dem Bett. Der Regisseur des Films packte darauf hin rasch seine Sachen zusammen und schon ging es weiter zum Set. Das lag wortwörtlich vor Ansgars Haustüre im ruhigen Dietersweiler, dort wurden wir auch schon von weiteren Teilen der Crew erwartet. Ein Großteil der Leute vor Ort trugen freshe, schwarze Poloshirts mit der Aufschrift "Film Theater Forum". Das Erkennungszeichen eines Freudenstadter Vereins, der erst vergangenes Jahr einen spannenden Spielfilm gedreht hatte. Dieser war auch einer der Hauptsponsoren und eine weitere Produktionskraft des Filmdrehs, denn er stellte neben vielen Crewmitgliedern auch jede Menge Technik zur Verfügung. Wie das eben so ist an einem Filmset, waren alle in schwarz gekleidet. Bis auf eine Ausnahme: Nico Gerspacher. Er lief in einer gemütlichen, grünen, kurzen Jogginghose und rotem T-Shirt umher und hob sich so deutlich vom Rest ab.

Jetzt aber mal was zum Film! "Unschuld" ist ein Psychothriller, der dem Zuschauer selbst überlässt, ob er Gesehenes als real oder nicht interpretiert. Der psychopathische Jake erlebt Visionen, in denen er gefoltert wird. Oder foltert er doch selbst? Atmosphäre und Stimmung transportiert der Film vor allem durch Mimik, Schauspiel und Kostüme. Untypischer Weise kommt der Film völlig ohne Dialog und Sprache zurecht und transportiert die Geschichte durch andere Stilmittel. Die Autoren haben sich auch dazu entschieden dem Zuschauer in mehreren Enden, die sie selbst wählen können, die Geschichte selbst zusammenführen und deuten zu lassen. 

Die Uhr zeigt 09:30 Uhr, als die erste Einstellung gedreht wird, in der Marcello Maneth alias Jake im Auto sitzt und die Pistole aus seinem Handschuhfach holt. Am Fenster einige Meter weiter steht Hannah Heß, die Jakes Freundin Laura spielt. Zuvor hatten wir bereits knapp eine Stunde aufgebaut, die Technik eingerichtet, Ton eingepegelt und Schauspieler wurden von der bezaubernden Christine Beckenbach geschminkt. Das gute Wetter war denkbar schlecht für das Projekt. Wolken und Regen hatten wir uns erhofft, aber nur Sonnenschein und Hitze bekommen. Im Auto mitten in der Sonne zu drehen war dabei nicht direkt ein Spaß. Marcello mit seinem dicken Parka auf dem Fahrersitz, Kameramann Pirmin Arnold und Patrick Dengler saßen eng gedrängt auf der Rückbank und der Ton nahm im nicht gerade geräumigen Kofferraum Platz. Thomas Fischer, der sogenannte Director of Photography, war für den richtigen Bildausschnitt zuständig und draußen saß er wortwörtlich mit Nico unter einer Decke, um das Kamerabild auf dem Kontrollmonitor anzuschauen und die passenden Anweisungen  zu geben.

 

"Szene 7.0 B1 Take 1!" hieß es, als Yannik Winzer die für unseren Geschmack etwas zu komplexe Filmklappe klappen ließ. Nachdem die ersten Einstellungen im Kasten waren und man endlich mal einen Moment zum Verschnaufen hatte, wurde einem erst bewusst, wie aufwändig und riesig dieser Dreh geworden ist und noch werden wird. Insgesamt über 12 Leute waren am Set, um den Hauptdarsteller im stehenden Auto zu filmen, wie er auf einen Brief auf dem Beifahrersitz blickt. Aber das ist genau der Grund, wieso Filmemachen neben dem Stress so Spaß macht: Es schweißt Leute zusammen und man arbeitet im Team zusammen auf ein gemeinsames Ziel hin. Ob es sich überhaupt gelohnt hat, erfahren wir erst im August, wenn der Film fertig geschnitten und bearbeitet ist.

Wir drehten fröhlich vor uns hin, schlossen die letzte Szene des Films ab und bereiteten gleichzeitig das nächste Set vor. Spezialeffekte wird der Film auch haben, und so war der grüne Hintergrund, der später am Computer durch jedes erdenkliche Panorama ersetzt werden kann, schnell aufgebaut. Hannah wurde nochmal eifrig nachgeschminkt, bevor sie ernst in die Kamera blicken sollte und dann war auch schon die erste Hälfte des Tages um. Zeit für die Mittagspause!

 

Naja, noch nicht ganz. Da jetzt ein Locationwechsel anstand, musste erst das ganze Equipment abgebaut und ins Auto verladen werden. In Kolonne fuhren wir dann in das wenige Kilometer entfernte Freudenstadt zur Zentrale des THWs. Im großen Gemeinschaftsraum gab es dann super leckeren Fleischkäse mit Brötchen, gesponsert von der Metzgerei Wiedmaier. An dieser Stelle einen herzlichen  Dank für  die Großzügigkeit. Das Essen hat auf jeden Fall bei allen für gute Laune gesorgt und so aßen die einen gierig die leckere Mahlzeit, während die anderen schon wieder fleißig am Auf- und Umbauen waren. Dirk Arnold kümmerte sich zusammen mit Martin Österreicher um das richtige Licht in den Katakomben des großen Gebäudekomplexes. Sie befestigten eine Eisenkette an der Wand und brachten einen großen Bottich mit Wasser herein, in dem später die Folteropfer ertränkt werden sollten. Für den Film natürlich, nicht in echt! Recht lange haben wir uns dabei Zeit gelassen, aber die war auch dringend notwendig, um das Make-Up von Jorina Fink, die das Folteropfer spielt, ihrem Vater Winfried Fink und André Werner, so authentisch und realistisch hinzubekommen. Es hat sich definitiv gelohnt! 

Über zwei Stunden bauten wir auf und richteten den Keller ein, übten Kamerafahrten, verlegten Kabel, montierten Lichter und studierten Kampfchoreografien ein, bis um 15:45 endlich weiter gedreht wurde. Gar nicht mal so einfach war die Einstellung, die Nico und Ansgar geplant hatten. Die Kamera schwebt durch den Raum an Jake vorbei, zeigt die an der Wand festgekettete Jorina, anschließend schwenkt sie auf den Bottich, in dem unsere Regieassistenz Yannik Winzer von den zwei Söldnern André und Winfried so lange unter Wasser getaucht wurde, bis keine Bläschen mehr aufstiegen. Dann richtete sich die Kamera wieder auf und gab den Blick auf Jake frei, der aggressiv auf Jorina an der Wand einschlug, bis diese leblos zu Boden sackte. Das hört sich jetzt natürlich sehr brutal an. Zugegeben, das ist es auch ein bisschen und soll ja auch so sein. Ist ja keine Komödie, was wir hier drehen, sondern ein Thriller. Wir brauchten über fünf Anläufe, bis Nico mit der Performance der Kamera und der Schauspieler vollends zufrieden war. Erleichterung bei Jorina, deren gefesselten Hände langsam taub wurden. Recht fix waren dann noch die restlichen Einstellungen abgedreht, wie Jake selbst unter Wasser getaucht wurde und nach insgesamt neun Stunden harter, aber erfolgreicher Arbeit, war endlich Drehschluss am Set. Abgebaut musste natürlich trotzdem. Aber da ließen wir uns Zeit. Fix und fertig saßen wir dann gegen 20:00 Uhr im Auto zurück auf dem Weg nach Dietersweiler. Zusammen mit Yannik, Ansgar und Nico kauften wir noch etwas zum Grillen und genossen bei einem lauwarmen Bier und leckeren Steak den verdienten Feierabend. Die Hälfte war geschafft! (L)

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Eine Busfahrt, die ist schön! Trickfilmwettbewerb in Stuttgart

Lorenzo berichtet:

 

"Vergangenen Sommer habe ich zusammen mit der vierten Klasse der Grundschule Wiechs eine Trickfilm-AG gestartet. Viele kennen sicherlich die Knetfiguren Wallace und Gromit. In Diesem Stil wollten wir gemeinsam auch ein Video produzieren. Idealer Weise veranstaltet das Land Baden-Württemberg jedes Jahr den sogenannten Trick und Klick Wettbewerb. Dieser Wettbewerb richtet sich gezielt an Grundschulen, um den Umgang mit dem Medium Film zu erlernen und zu vertiefen. In vielen Wochen Arbeit entstand so ein Trickfilm mit Knetmännchen, in dem das Mädchen Pia im Wald neue Freunde findet. Nachdem wir das Video Mitte März eingeschickt hatten, stand nun die Preisverleihung am 01. Juni an.

 

Die Klassenlehrerin Frau Wagner mietete einen Bus und pünktlich um 07:30 Uhr morgens fuhren wir mit den 15 Schülern los in Richtung Landeshauptstadt Stuttgart. Knapp drei Stunden dauerte die Fahrt über den Feldberg und die Stimmung im Bus war ausgelassen. Völlig gegen meine Erwartungen beschäftigten sich die Kinder nicht mit Smartphones und anderem elektronischen Gedöns, sondern spielten die coolen Spiele wie Quartett, Drei gewinnt, Uno oder andere Ratespiele. Manch einer hatte auch einen "alten" MP3-Player und so wurden die besten Lieder getauscht und angehört. Die Klassenlehrerin Frau Wagner quatschte ausgiebig mit einer Mutter, die uns noch begleitete und Manfred der Busfahrer sagte ab und zu Sehenswürdigkeiten an, an denen wir vorbei fuhren. 

Nachdem es im Schrittempo einige Zeit durch den katastrophalen Verkehr der Stuttgarter Innenstadt ging, hielt der Busfahrer direkt vor dem Metropol Kino an. Wir mussten lediglich noch die Straße überqueren und schon waren wir an unserem Ziel angelangt. Um elf Uhr startete ein Workshop, bei dem die Kinder vom Studenten Chris lernten, wie man Videos vertonte. Er hatte einen kleinen Film vorbereitet, in dem er in einem UFO durchs Weltall flog, zu dem einige Schüler nacheinander Soundeffekte mit dem Mund und Instrumenten erzeugten. Diese wurden dann gleichzeitig abgespielt und es entstand ein abgefahrener Sound für die UFO-Szene. Alle hatten sichtlich ihren Spaß und für die vierte Klasse war das eine ganz neue Erfahrung. Weiter ging es danach in eine sogenannte Greenbox. Vor einem grünen Vorhang stand ein mit grünem Stoff verkleideter Tisch, auf dem die Nachwuchsfilmemacher nach und nach Platz nahmen. Sie mussten sich vorstellen in einem Raumschiff zu sitzen und dementsprechend Bewegungen machen. Das ganze Geschehen wurde dann gefilmt und der grüne Hintergrund wird anschließend durch Bilder vom Weltall ersetzt. Große Hollywoodproduktionen verwenden übrigens das gleiche Verfahren für ihre Spezialeffekte. Die Mädels wollten lieber Superwomen spielen. Also zogen sie sich ein Cape an und legten sich mit ausgestreckten Armen auf den Tisch. Die am Cape befestigten Schnüre ließen den Umhang im Wind wehen und ein Ventilator blies Luft in die Haare. Ein grandioser Spaß.

Mittags wurde es Zeit für eine Stärkung. Vom Veranstalter bekam jeder ein Lunchpaket mit einem lecker belegten Brötchen, ein Muffin, eine Packung Gummibärchen, wahlweise eine Banane oder ein Apfel und etwas zu trinken. Wir suchten ein schönes Plätzchen um zu vespern und entschieden uns in den Schlosspark zu gehen. Dort machten sich alle gierig über ihr Essen her und die Gegend wurde erkundet. Anschließend suchten wir ein etwas schattigeres Örtchen auf einer Wiese um noch ein bisschen zu entspannen, als plötzlich ein Schüler rief: "Hey, schaut mal her, ich hab' zwei Cent gefunden!" Dann ging es los... 

 

Der Entdeckerdrang der Schüler war geweckt und alle liefen mit Blick auf den Boden neugierig auf und ab. Und Tatsächlich! Der nächste fand eine weitere Münze. Dann noch eine. Und noch eine. Die Beute nach einer halben Stunde belief sich auf 2,33€, einen Ohrring, vier Knöpfe, ein Knallfrosch, eine halbe Sonnenbrille und sogar ein britischer Penny wurde gefunden. Stolz tüteten die Schüler alles ein und weiter ging es wieder in Richtung Kino. Als wir ganz zufälliger Weise noch an einer Eisdiele vorbeikamen, spendierte uns Frau Wagner noch allen ein wohlverdientes, kühles Eis. Kurze Zeit später saßen wir dann auch schon im Kino und warteten gespannt auf die Verleihung der Preise.

Ein junger Mann trat auf die Bühne und sagte ein paar einleitende Worte, stellte ein paar wichtige Personen vor und kündigte dann den dritten Platz an. Nachdem alle gebannt auf die Leinwand gestarrt hatten, machte sich nach knapp drei Minuten leichter Frust in der Klasse breit. Was war das denn für ein komischer Film? Zerknülltes Papier, das aus dem Mülleimer springt? Naja, das ist wohl nicht die grandioseste Geschichte, die man erzählen konnte... 

 

Es folgte das übliche Prozedere der Preisübergabe und ein paar Worte wurden gewechselt, dann wurde der nächste Film angekündigt und abgespielt: Aus Papier ausgeschnittene Frösche wuselten über die Leinwand und ein recht chaotisches Wirrwar aus allerlei Formen wackelte fröhlich vor sich hin, während die verantwortliche Klasse auf eine Melodie zwischen "We will Rock You" und "Alle meine Entchen" einen selbstgedichteten Text grölte. Es folgte leider wieder Enttäuschung seitens der Schüler.

 

Nun stand noch der erste Platz bevor: Der Löwe und die Maus. Die Geschichte dazu stammte nicht von den Schülern, sondern war eine bekannte Fabel. Entsetzen machte sich in den Augen der Schüler breit. "Wie unfair ist das denn bitte? Die haben einfach diese olle Fabel verfilmt!"

 

Wir hatten nichts gewonnen. Als Trost wurden die Nicht-Gewinner-Filme alle im Anschluss noch auf der großen Leinwand gezeigt. Die Klasse war vollends überzeugt: Unser Film ist und bleibt der Beste. Zugegeben, es gab durchaus ein paar mittelprächtige Konkurrenten und wir hätten definitiv eine Chance aufs Treppchen gehabt, aber es soll wohl nicht so gewesen sein. Spaß hat's allemal gemacht und die lange Fahrt nach Stuttgart hat sich trotzdem gelohnt. 

 

Die angeschlagene Stimmung war auf der Heimfahrt schon wieder verflogen und so spielten die Kinder alle gemeinsam Wahrheit oder Pflicht und kicherten peinlich los, als sie sich bei "Pflicht" auf die Backe küssen mussten oder bei "Wahrheit" verrieten, in wen sie verliebt seien. 

 

Die Premiere unseres Trickfilms für die Öffentlichkeit wird am 20. Juli beim Schulfest der Grundschule Wiechs stattfinden und dann wird er auch hier online zu finden sein." (L)

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Aus Freude am Holz...

... so lautet das Motto der Firma Peterhans & Schibli, die Zimmerei und Schreinerei unter einem Dach verbinden. Ansässig im kleinen Fislisbach in der Schweiz arbeiten die Mitarbeiter mit großer Leidenschaft und Liebe zum Detail für das Beste Ergebnis. Wir konnten das Unternehmen bei unserem Dreh kennenlernen und waren von ihrem Engagement, Teamgeist und Engagement begeistert. Das wunderbare Arbeitsklima lässt es zu einer Vorzeigefirma werden. 

 

Wir drehten für das Unternehmen einen Imagefilm, der das Motto "Mit Freude am Holz" widerspiegelt. Hier das Ergebnis: 

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Unser Video landet im Fernsehen!

Die Klasse 6e des Theodor-Heuss-Gymnasiums aus Schopfheim
Quelle: Kika/ Beste Klasse Deutschlands

Vergangenes Jahr produzierten wir in Zusammenarbeit mit Lukas Engelke, unserem ehemaligen Deutsch-Lehrer und seiner 6. Klasse ein Bewerbungsvideo für die Sendung "Die Beste Klasse Deutschlands!" im KiKa. Nicht viel später erhielten sie einen Brief der Redaktion mit der erfreulichen Nachricht, dass die Klasse es in die erste Runde geschafft habe. Voll Begeisterung und Motivation bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv auf die Quizrunden im Fernsehen vor und paukten fleißig.

 

In dem von uns produzierten Bewerbungsvideo macht die ganze Klasse hinter dem Rücken der Lehrer Radau. Und das sogar noch spektakulär in Zeitlupe zu heftiger Heavy Metal Musik. Sogar der Direktor der Schule hat einen kleinen Gastauftritt!  

 

Außerdem gab es dazu auch mehrere Presseberichte in der lokalen Zeitung:

 

Badische Zeitung:

Schopfheim: THG-Klasse kommt ins Fernsehen

 

"Begeistert sei er nicht gewesen, doch immerhin habe er die Sendung gekannt, weil seine Tochter sie verfolgt. "Um mitmachen zu können, muss sich die Klasse mit einem Video oder einem Plakat vorstellen", erzählt Max, ein Schüler der Klasse. Lukas Engelke knüpfte daran allerdings eine Bedingung: Das Video durfte nicht langweilig sein. "Schon die Bewerbung sollte allen Spaß machen". Unter den Fittichen von Lorenzo Oschwald und Marius Kast, zwei ehemaligen THG-Schülern, die sich als Filmemacher einen Namen gemacht haben, entstand ein quirliger, lustiger kleiner Filmbeitrag. Der Jury vom Fernsehen hat er offenbar auch gefallen, denn die Klasse 6e wurde ausgewählt, sich am Quiz "Die beste Klasse Deutschlands" zu beteiligen." 

Lest hier den ganzen Zeitungsartikel

 

Am kommenden Montag um 19:25 läuft die erste Folge der Jubiläumsstaffel und unsere Klasse aus Schopfheim geht direkt an den Start. Findet selbst heraus, ob die Klasse weiterkommt, oder ob sie bereits nach der ersten Runde wieder heimfahren müssen. (L)

 

 

Badische Zeitung: 

"Jetzt erwarten sie mit großer Spannung die gegnerische Klasse aus Berlin. Stellvertretend für die 6e des Theodor-Heuss-Gymnasiums sitzen Valeska und Franz in der "Ersten Reihe", doch in der Quizshow sind die Stärken aller Schüler gefragt: "Einige von uns sind gut in Biologie, die anderen kennen sich besonders gut im Bereich Sport aus", sagt die Schülerin Hanna. Mit ihrem Schlachtruf

"T! H! THG! Wir sind die 6e!" geht es jetzt ans Ratepult. In zwei Wettbewerbsrunden stellen sich die Klassen Quizfragen aus Wissensgebieten wie Natur und Umwelt, Sport, Musik, Erdkunde oder Essen und Trinken. Dabei ist Teamgeist gefragt, denn die Quizshow "Die beste Klasse Deutschlands" setzt auf das gesamte Klassenteam: Je mehr Schüler eine Frage richtig beantworten können, desto mehr Punkte werden erspielt und umso größer die Chance auf den Sieg. Allgemeinwissen allein reicht hier nicht aus. Die Rateteams müssen schnell kombinieren, taktisch spielen und ihr Geschick unter Beweis stellen."

 

Lest hier den zweiten Artikel aus der Badischen Zeitung

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Ein Fenster nach Marokko (Review von www.saal-digital.de)

Wir haben die Möglichkeit bekommen, beim Onlineanbieter Saal-Digital eines unserer Bilder aus Marokko drucken zu lassen, dafür wurden wir gebeten, eine ehrliche Kritik zu veröffentlichen. Vor ein paar Tagen kam dann das gute Stück an und wurde natürlich direkt aufgehängt. Das Motiv ist in der marokkanischen Fischerstadt Essaouira entstanden und zeigt unzählige kleine blaue Fischerbötchen. Bei Saal-Digital kann man auf fast jedes beliebige Format in jeder Größe drucken lassen, vom Fotobuch über normale Fotodrucke, Poster, Kalender, Leinwände bis hin zu sogenannten AluDibonds, für die wir uns entschieden haben. Bei diesem Druckverfahren wird das Bild direkt auf eine Aluminiumplatte gedruckt und durch die überragende Qualität kann man so das Beste aus seinen Bildern herausholen. Zusätzlich kann man dann jeden Druck nochmals veredeln lassen, was die Qualität nochmals steigern kann.

Die Bestellung war dabei denkbar einfach. Überraschender Weise gibt es eine spezielle Software, mit der das Gestalten zum Kinderspiel wird, aber anscheinend kann man auch direkt per Browser oder sogar per Smartphone Bilder bestellen (haben wir gelesen).

Nachdem man den Artikel und die Größe gewählt hat, kann man direkt damit beginnen, das passende Foto in das Programm zu laden. Dabei werden mit kurzen Texten alle wichtigen Schritte erklärt. Spitze ist auch, dass man den Anschnittsbereich direkt auf dem Bild sieht. Also den Bereich, der zwar gedruckt wird, aber aus technischen Gründen wieder abgeschnitten wird um eine saubere Schnittkante zu erhalten. Eher eine Spielerei war die Funktion sich eine Collage zusammenzustellen und die Möglichkeit, diese mit Cliparts und Comics vollzustopfen. Für das Drucken der besten Urlaubsfotos ist das natürlich nicht nötig, aber eine kleine und nette Funktion. Der Vorteil an der Software liegt neben der schnellen Arbeitsweise auch darin, dass man die Projekte speichern kann und zu einem anderen Zeitpunkt weiter bearbeiten kann.

 

Insgesamt wirkt die Software gut durchdacht und ausgereift, lediglich das schnelle Austauschen von Fotos war etwas knifflig, wenn man sich noch nicht ganz sicher ist, welches seiner Bilder man denn drucken möchte. Aber da man solche Bilder sowieso nicht zwischen Tür und Angel bestellt ist es durchaus legitim, wenn man die unzähligen Funktionen in Ruhe erkunden kann (oder muss).

 

Auch die Zahlungsabwicklung lief seriös und reibungslos, in unserem Fall per eingebettetem Paypallink. Alles Easy! 

 

Der Versand erfolgte rasch, bestellt wurde das Bild am Samstag und am Dienstag darauf wurde es bereits verschickt. Verpackung ebenfalls top! Hier kann wirklich niemand meckern. Sicher im Karton eingewickelt kam der Druck schon zwei Tage später an.

 

Wie sieht es nun mit der Qualität des Bildes aus? Das von uns bestellte Bild hatte die Maße 40 cm x 70 cm und wir können versichern, der Druck ist gestochen scharf. Von der Auflösung her nichts zu bemängeln. Die Farbtreue ist nun so eine Sache: Natürlich sieht ein Bild auf einem Bildschirm immer anders aus als der finale Druck und auch der Lichteinfall spielt eine entscheidende Rolle. Subjektiv betrachtet ist der AluDibond-Druck nicht ganz so farbintensiv und gesättigt wie das Bild am Computer, aber hier handelt es sich nur um minimale Abweichungen und kommt wie schon erwähnt, immer rein auf den Betrachter und die Beleuchtung an. 

 

Schön war auch, dass die Kanten des Drucks versiegelt waren, lediglich stand eine kleine Ecke über, die aber leicht abgeschnitten werden konnte. Sollte nicht vorkommen, ist aber verschmerzbar.

 

 

Fazit:

 

Alles in allem sind wir hellauf begeistert vom Druck, der Bestellvorgang war sensationell einfach und der Versand erfolgte schnell. Auch an der Qualität gibt es nichts zu meckern und verglichen mit anderen Anbietern steht ihnen Saal-Digital in nichts nach. Auch die Preise sind für so einen Kundenservice überraschend niedrig, ein kurzer Vergleich ergab, dass die Preise durchaus konkurrenzfähig und günstig sind. Definitiv Daumen hoch! Wir bestellen gerne wieder (L)

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Unsere eigene Filmpremiere im Kino!

Nun war es endlich soweit! Über fünf Monate hatten wir auf diesen Tag hingearbeitet und das Projekt "41'CR" aus dem Boden gestampft. Zusammen mit dem Produzententeam, bestehend aus Yannik Winzer, Timo Blessing, Lukas Wieg und uns, hatten wir den Kurzfilm vor wenigen Tagen fertiggestellt. 

 

Wir organisierten eine Filmgala im SCALA Kino Schopfheim und luden dazu alle Spender von Startnext.com, Freunde und Familie ein, um mit kribbelnden Fingern den Film vor großem Publikum zu präsentieren. Gestern war es endlich soweit und wir waren sprachlos.

 

WAHNSINN! Das Kino war restlos ausverkauft und das Gedränge groß. Nie hätten wir gedacht, dass solch eine Menschenmasse sich für unser Projekt interessieren würde. Um 19:00 Uhr standen unsere Helfer für den Aufbau bereit und wir richteten im Kino alles her, bauten den Einlass mit der Gästeliste auf und stellten die restlichen Artworks zum Verkauf auf. Obwohl um 19:45 Uhr erst Einlass war, standen die ersten Leute bereits um halb acht Schlange. Ein riesiges Gedränge entstand, als die Türen sich dann öffneten. Das Team war damit beschäftigt, jeder Menge Leuten die Hand zu schütteln und beglückwünscht zu werden, dass das Projekt endlich fertig sei, während fleißig die Gästeliste abgehakt wurde. 

 

Lorenzo und Yannik moderierten den Abend und nachdem die Aufmerksamkeit des Publikums durch eine kleine Showeinlage zu Beginn der Gala gewonnen war, ging es dann richtig los. Knapp 20 Minuten redeten die beiden über die Entstehung des Films, wie der Dreh ablief und darüber, was Spaß gemacht hat und wo die Herausforderungen lagen. Das eine oder andere Mal wurde laut gelacht, die beiden Jungs sorgten für gute Stimmung, während sie gleichzeitig informativ erzählten.

Nachdem Yannik die Worte "Film ab!" gerufen hatte, wurde es dunkel im Kino, bis langsam die Musik unseres Films einsetzte. Knapp 20 Minuten verfolgten 300 Augen das Geschehen auf der Leinwand und alle schauten gebannt zu. Nachdem der Abspann durchgelaufen war, wurde kräftig applaudiert. Wir hatten es geschafft. Vom Drehbuch über Planung bis hin zum Film und seiner Vorführung hatten sich 5 Monate harte Arbeit definitiv gelohnt! 

 

Wie das bei so Veranstaltungen Brauch ist, wurde danach noch einigen Leuten gedankt. Die Gebrüder Stich bekamen einen kleinen Geschenkkorb, alle Helfer und Schauspieler wurden einmal nach vorne gebeten und jedem wurde nochmals die Hand geschüttelt. Anschließend wurde noch der Familie Haag für das Bereitstellen ihrer Villa für den Dreh gedankt und zu unserer Überraschung hatten sie auch ein kleines Andenken für uns: Eine goldene Türklinke aus der Villa sollte symbolisch für den Eintritt in die Filmwelt stehen. Eine richtig schöne Idee, über die wir uns riesig freuten.

Eigentlich hätte anschließend Aaron Konecki, der Hauptdarsteller des Films, noch eine kleine Darbietung am Klavier erbringen wollen. Leider hat er uns wenige Stunden vor der Gala absagen müssen und so spontan konnten wir keinen anderen Musiker finden. Um wenigstens noch ein kleines Ausweichprogramm zu haben, zeigten wir kurzerhand "Heldenherz", einen Kurzfilm, den wir vor einigen Wochen im Rahmen des 99 Fire-Films Awards gedreht hatten. 

 

Damit beendeten wir dann den offiziellen Teil der Gala und luden alle noch zu einem Gläschen Sekt ein. Im Foyer wurde dann noch ausgiebig gequatscht und geredet, gelacht, Hände geschüttelt und diskutiert. Wir haben durchweg positive Meinungen zum Abend gehört und die Leute hatten, so glauben wir zumindest, alle ihren Spaß. Für uns hätte der Abend nicht besser laufen können, auch wenn es hier oder da die eine oder andere kleine Komplikation gab. 

 

Nun ist dieses Projekt endlich abgeschlossen und das nächste ist bereits in Planung... Dazu wollen wir aber an dieser Stelle noch nichts verraten, sondern bedanken uns bei allen, die da waren und vor allem dem Team und der Crew für diesen wundervollen Abend. Wir haben das Ding gerockt!!! (L)

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Hobelspäne und Handarbeit

Knapp eine Stunde fuhren wir bis wir im verschlafenen Örtchen Triengen ankamen. Dort sollten wir den Chef der Schreinerei, für die wir vor einiger Zeit bereits ein Video gedreht hatten, bei seinem liebsten Hobby, dem Drechseln von wunderschönen Holzschalen, filmen. In einem riesigen, lichtdurchfluteten Atelier standen allerlei Werkzeuge, Maschinen und Holzrohlinge, die darauf warteten zu Kunstwerken verarbeitet zu werden. Wir machten uns nach einem kleinen Plausch direkt an die Arbeit und filmten den Prozess vom Aussuchen des richtigen Baumstammes, über das einspannen in die Drechselbank, bis hin zum Formen und Veredeln. Lange hatten wir nicht mehr gefilmt und so fanden wir sofort unseren Spaß wieder. Das natürliche Licht und die Halogenstrahler an der Decke sorgten für ein tolles, gleichmäßiges Licht.

 

Die Holzspäne flogen nur so durch den Raum, während wir sie in Zeitlupe und von allen Seiten filmten. Michael schnitzte munter und verzog in seiner Konzentration keine Miene. Nach knapp zwei Stunden war die erste Holzschale fertig und wurde stolz vor der Kamera präsentiert. 

Danach ging es ans Schnitzen einer Holzstatue. Der gelernte Schreiner übte sich in dieser Kunst und die große Leidenschaft spiegelte sich in der abstrakten und dürren Holzfigur wider. (L)

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99 Stunden Filmstress

Juhuuuuu!!! Endlich gibt's hier mal wieder einen neuen Blogeintrag. Lang ist es her, dass bei Carmona etwas Spannendes passiert ist. Besser gesagt, lang ist es her, dass ihr davon was mitbekommen habt. Wir haben zur Zeit einfach so viel Stress, dass wir einfach nicht dazu kommen, unsere spannenden Projekte zu Blatte zu bringen und hier kundzugeben. 

 

Der 99 Fire Films Wettbewerb ist der wahrscheinlich größte Filmwettbewerb in Deutschland und vor einigen Wochen meldeten wir uns dafür unverbindlich an. Als der Stichtag des 26. Januars immer näher rückte, entschlossen wir, uns mit Timo Blessing, Lukas Wieg und Yannik Winzer zusammenzuschließen, mit denen wir derzeit am Kurzfilm 41'CR arbeiten. Mit diesen talentierten Jungs wollen wir es in die Top 99 Deutschlands schaffen und legten am ersten Tag los:

 

Das Drehbuch entstand nach einem langen Hin und Her. In genau 99 Sekunden mussten wir eine Geschichte erzählen mit dem Thema "Da gibt's doch was! Alltagsprobleme auf eine kreative Art und Weise bewältigen". Außerdem musste das Motiv eines Zwillings oder Doppelgängers darin vorkommen. Zusätzlich befand sich noch Moritz Gräßlin mit im Boot, der sich auch fleißig beim Ideenfinden beteiligte. Diese reichten von Fernbedienungen, die das Leben erleichtern sollten, aber nicht richtig funktionierten, über Probleme mit dreckigen Händen bis hin zu einer Bibliothek, in der jemand sinnbildlich einen Gedanken suchte. Auf die wirresten Geschichten kamen wir, aber immer fehlte irgendwo der entscheidende Knackpunkt der alle überzeugte. So wurde lange hin und her überlegt und irgendwann kam Lorenzo mit der Idee auf, (mal wieder) ein melancholisch depressives Kammerspiel zu verfilmen, indem es darum ging, dass die Tochter nach dem Verlust der Mutter den Vater trösten könnte. Anfangs waren die Wenigsten von dieser Idee begeistert, doch nach und nach gedieh die Geschichte, wurde weiter ausgeschmückt, bis schließlich die finale Version feststand.

Am nächsten Tag war der erste Drehstart auf 18:00 Uhr geplant. Alle fuhren viele Kilometer durch die Gegend um Equipment zu organisieren oder Requisiten und allerlei Krams für das Set zu sammeln. Nebenbei wurde das Drehbuch weiter verfeinert und jeder bereitete sich vor für den Dreh am Abend. Dieser sollte im Haus von Moritz' Oma stattfinden. Angemeldet waren wir auf 17:00 Uhr doch schlussendlich verzögerte sich dies natürlich auch wieder. Marcus Calvin, ein recht bekannter Schauspieler aus der Region hatte uns einige Tage zuvor angeboten mitzuspielen und so war die Rolle des Vaters schnell besetzt. Für die Tochter kamen mehrere Mädchen in Betracht, schlussendlich entschieden wir uns allerdings doch für Lisa Leitner, die uns schon beim 24 Stunden Filmrennen super unterstützt hatte. 

Nach und nach wurde also Licht aufgebaut, das Set dekoriert und die Rollen geprobt, während Timo und Marius sich um die Kamera kümmerten. Yannik übernahm bei diesem Dreh den Ton und Lorenzo war wie immer derjenige, der die Bilder machte, die ihr in diesem Blog betrachten könnt. Es wurde immer später und so war es schon tiefste Nacht, als der Regisseur Lukas Wieg das erste Mal "Und Action!" rief. Mit den Nerven völlig am Ende entbrannten dann nach und nach immer heftigere Diskussionen um die richtigen Kameraeinstellungen, Winkel, Belichtungen, Spielweisen und, und, und... Frustriert musste sich jeder beherrschen dem Anderen nicht an die Gurgel zu springen und hier und da musste sich der ein oder andere zurücknehmen, damit die Situation nicht völlig eskalierte. An diesem Abend drehten wir dann schlussendlich zwei der insgesamt drei Szenen und waren heilfroh, als dann um Mitternacht Feierabend war.

An Tag drei, also kurz nach der Halbzeit ging es dann direkt mit der fehlenden Szene zwei weiter. Lisa spielte ihre Rolle fantastisch! Falls ihr euch wundert, um was es denn in diesem Kurzfilm denn genau geht, müssen wir euch leider enttäuschen. Das möchten wir noch ein bisschen geheim halten! Nur so viel sei gesagt: Die Tochter bekommt im Verlauf des Films eine Superheldenmaske überreicht. Was sie damit anstellt, verraten wir an dieser Stelle allerdings noch nicht. 

Glücklicherweise gestaltete sich dieser Drehtag als weitaus angenehmer als der vorangegangene, denn wir hatten mehr Zeit für den Aufbau und es konnte sogar in Ruhe über das Fehlverhalten und die schlechten Schwingungen des Vortages geredet werden. Professionell und zielstrebig fingen wir also an zu drehen... Da wir aber der Oma von Moritz versprochen hatten um 15:00 Uhr die Wohnung wieder zu verlassen, wurde es hinten raus doch etwas knapp mit der Zeit und mit dem Stress kamen auch wieder einige Spannungen untereinander auf. Natürlich darf man sich diese als Filmemacher nicht zu Herzen nehmen und die Zankereien wurden von niemandem persönlich genommen. Nichtsdestotrotz waren alle froh, als dann (fast) pünktlich um halb vier Feierabend war und alle in Richtung Zuhause fahren konnten.

Doch wie bei jedem Film ist der Dreh nur die halbe Miete. Denn jetzt stand natürlich noch der Schnitt, ein Special-Effekt und der Ton an. Abends gegen 23:00 Uhr war der erste Grobschnitt gemacht und ging raus an das Team. Eine positive Bilanz brachte neue Motivation und Euphorie hervor und es wurde weiter fleißig gearbeitet. Doch nicht nur wir saßen eifrig vor den Schreibtischen, auch der Filmmusiker Wilhelm von Dungen setzte sich vor sein virtuelles Orchester und begann extra für unseren Film Musik zu komponieren. Nachts gegen 03:00 Uhr war dann auch schon die erste Version der zugegebenermaßen recht dick aufgetragenen Musik fertig. Der Kitsch war aber keinesfalls negativ , sondern hob den Film nochmals auf eine ganz andere Ebene.

Ein letztes intensives Meeting vollendete den Schnitt dann am Sonntag Nachmittag nochmal soweit, dass nun alle mit dem Ergebnis zufrieden waren. Für Carmona hieß es danach erst einmal: Feierabend, während die Jungs von DesignAreal  sich noch um den Ton kümmerten. Pünktlich vor Ende der Deadline wurde der Film dann erfolgreich hochgeladen und wir trafen uns am Montag Nachmittag nochmal für eine gemeinsame Premiere: Es waren alle hellauf begeistert! (L)

Das obligatorische Gruppenfoto :)
Das obligatorische Gruppenfoto :)
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Wir kommen ins Fernsehen

Ha! Jetzt wärst du fast darauf hereingefallen. Wir kommen natürlich nicht direkt ins Fernsehen... Aber fast. Vor einigen Wochen haben wir für Lukas Engelke, unserem ehemaligen Lehrer am Gymnasium, ein kleines Projekt realisiert. Seine gerade pubertierende sechste Klasse war total angefuchst von der Idee ins Fernsehen zu kommen und bei der Sendung "Die beste Klasse Deutschlands" im KiKa mitzumachen. Doch so einfach sollte es nicht werden. Lukas hatte wohl erwähnt, dass er uns zwei Nachwuchsfilmer kannte und so war direkt klar: Die Klasse sendet ein Bewerbungsvideo. Nachdem wir sofort im Boot saßen, wurde von der Klasse das Video geplant. Die Idee: Der Lehrer betet wie immer seinen Unterrichtsstoff herunter und als er sich plötzlich zur Tafel wendet, bricht in der vermeintlichen Streberklasse das Chaos aus. Die Mädels schminken sich, das Mobbingopfer wird im Schrank eingeschlossen, Papierflieger und Gummigeschosse sausen durch die Luft und zwischen Schlägerei und missglücktem Chemieexperiment wird Spaghetti gefuttert oder am Handy gedaddelt. Das Ganze wird in Zeitlupe eingefangen und mit brutaler Metal-Musik unterlegt. In dem Gebrüll kommt dann plötzlich der Schul-Direktor zur Tür herein und ruft: "Was ist denn hier los?!" Dabei sitzt im Klassenzimmer doch ganz brav nur die beste Klasse Deutschlands. Das Chaos ist plötzlich wieder verschwunden.

 

Eine nette Idee, wie wir fanden und so war trotz Störenfriede und einiger Diskussionen das Ganze nach 3 Stunden mit der fast perfekten Choreographie im Kasten. Für Lukas war die ganze Sache dabei recht nervenaufreibend, denn es mussten über 25 Kinder koordiniert werden, was auf Dauer sehr anstrengend ist.

 

Bald darauf hatten wir das Video auch schon geschnitten und es wurde den Eltern am Elternabend präsentiert. Die waren davon so begeistert, dass sie es gleich zwei mal Anschauen wollten. Vor Kurzem kam dann die Überraschung! Von über 1400 Bewerbern wurde "unsere" Klasse ausgewählt und darf direkt ins Fernsehen. Lukas hatte ja heimlich gehofft, die Reise zum Fernsehstudio nicht antreten zu müssen, aber wir waren da wohl leider einfach zu gut. Mitte Februar kommt anscheinend ein Kamerateam, welches vor Ort irgendwelche Sachen dreht und dann geht es Anfang März nach Köln. Wir dürfen hoffentlich mitkommen und endlich mal live direkt bei einer Fernsehsendung dabei sein. Das war ja schon immer ein großer Wunsch von uns, der nun endlich in Erfüllung geht! (L)

 

Leider können wir keine Bilder oder das Video zeigen, da wir die Erlaubnis der Eltern der Schüler nicht einholen konnten.

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Der Duft von Holz, die Liebe zu Möbeln.

Und los geht es. Einmal mehr geht es zu einem Dreh für einen Imagefilm für ein mittelständisches Unternehmen.

 

Mit Rund 50 Mitarbeitern, die alle voll und ganz hinter dem Motto "Aus Freude am Holz" stehen, werden in diesem Betrieb Schreinerei und Zimmerei unter einem Dach zusammengeführt. Besser gesagt in zwei getrennten Gebäuden, die eng miteinander kooperieren. In enger Zusammenarbeit mit Justus Ammann, der das Unternehmen in Sachen Werbung und Webseitengestaltung betreut, planten wir vor einigen Wochen den Drehtag. Fest nach Drehplan begannen wir mit Interviews mit dem alt eingesessenen Willi und dem jungen Azubi Jason. Die beiden standen noch nie vor einer Kamera, aber mit einer einfachen Gesprächsatmosphäre, konnten wir ihnen schnell die richtigen Sätze entlocken. Anschließend filmten wir noch einzelne Szenen und Nahaufnahmen von den jeweiligen Arbeitsschritten, der CNC-Fräse oder den fertigen Möbelstücken.

 

Spannend wurde es auch, als wir die Geschäftsführer interviewten und sie von ihrer Leidenschaft zum Holz sprachen und die Zusammenarbeit der Mitarbeiter lobten. Insgesamt hatten wir das Gefühl, dass der Teamgeist sehr ausgeprägt ist und es allen wirklich Spaß macht jeden Morgen an die Arbeit zu gehen.

 

Nach einem langen Tag und vielen vollen Speicherkarten machten wir uns Abends wieder auf den Heimweg. 

Wenige Wochen später machten wir uns zu einen zweiten Einsatz auf, diesmal wurde ordentlich auf dem Bau und in der Montagehalle gefilmt. Dabei war das Wetter eher durchwachsen und wir mussten den richtigen Moment abpassen, um auch unsere Drohne starten zu lassen. Nichts desto trotz sind uns auch hier exzellente Aufnahmen gelungen und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern ließ die Zeit wie im Fluge verstreichen. Vor Kurzem haben wir auch unseren dritten Dreh in der großen Zimmereihalle gehabt. In jeder Ecke werkelten dabei die Leute an größeren und kleineren Projekten. Natürlich ließen wir uns auch hier nicht die Gelegenheit entgehen, mit der Drohne in der riesigen Halle zu fliegen. Nun haben wir genügend Material beisammen, um einen Imagefilm für das Unternehmen zusammenzuschneiden. Wir sind auf das Ergebnis gespannt! (L)

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Noch ein letztes Mal...

Der letzte Drehtag stand an. Bis jetzt hatten wir in dieser Woche jeden Tag über 8 Stunden am Set verbracht und so traten alle am Freitag gegen 11:00 Uhr zum Aufbau an. An diesem Tag hatten wir wenige Runner und so waren wir darauf eingestellt, dass es an der einen oder anderen Stelle etwas chaotischer und hektischer werden würde. Dies war auch der Fall. Anfangen wollten wir mit der Badszene, die wir vorab mit Lukas Engelke bereits gedreht hatten. Dieses Mal bauten wir das Set in der Villa Haag in Lörrach auf. Das Badezimmer lag direkt neben dem Schlafzimmer, genau so wie wir es brauchten. Natürlich wurde es im kleinen Bad sehr eng, als die ganzen Lichter und Crewmitglieder dort hineingezwängt wurden. Robin, der die Tonangel hielt, musste sich teilweise in die Badewanne stellen oder hatte auf dem Klo die beste Position.

 

Mühsam drehten wir eine Einstellung nach der anderen ab. Hier und da ging immer mal wieder etwas schief, was teilweise zu langen Verzögerungen führte. Aaron ging es gegen Mittag wieder einigermaßen gut, aber er rollte immer wieder mit den Augen wegen unserer sehr spontanen Arbeitsweise...

Jana schlüpfte für eine Szene in ein leichtes Nachthemd und stellte sich schlafend, während Curt sie nervös in einer Szene aufweckte. Bereits beim bloßen Zusehen, überkam uns eine Gänsehaut, weil das Schauspiel so gut war. Als es Abend wurde, war endlich die Zeit gekommen, Szene 7 auf der großen Terrasse zu filmen. Wir bauten das alte Teleskop auf, durch das Curt nächtelang gen Himmel blickte um seine große Entdeckung zu machen. Draußen war es bitterkalt und ein plötzlicher Regenschauer versetzte alle in Aufruhr. Licht und Kamera durften natürlich nicht nass werden und so hielten wir große Reflektoren oder Regenschirme provisorisch darüber, um das feuchte Nass abzuhalten. Der Schauer dauerte zum Glück nur wenige Minuten an. Indes ging es Aaron wieder schlechter und lange würde er es nicht mehr aushalten.

Deswegen arbeiteten wir so schnell es ging und die Stimmung am Set war angespannt. Bei dieser Szene gaben wir nochmal Alles, um das beste Ergebnis herauszuholen. Als wir mit dem Ergebnis zufrieden waren, machten wir noch ein allerletztes Gruppenfoto, um dann den berühmten Satz: "That's a wrap!!!" zu rufen. Dieses Ritual ist beim Film üblich. Mit diesen Worten beendet man den Dreh und meint damit, dass alle Szenen im Kasten sind. Mit einer Verspätung von knapp 2 Stunden hatten wir um kurz vor 01:00 Uhr nachts dann all unser Equipment zusammengeräumt und verließen die Villa.

Wir wollen uns beim ganzen Team für diese tolle Woche bedanken. Ihr habt großartige Arbeit geleistet und wir hätten uns keine besseren Leute vorstellen können. Natürlich war es uns auch eine große Ehre mit den wunderbaren Schauspielern zusammenzuarbeiten und wir bleiben hoffentlich weiterhin in Kontakt. Spätestens zur Premiere werden wir uns wiedersehen! Ein besonderer Dank gebührt natürlich auch allen Leuten, die Geld bei Startnext.com gespendet haben und uns hier verfolgen. Dank euch können wir das Projekt erst möglich machen. Das Produktionsteam gönnt sich jetzt erst einmal eine Woche Pause, um danach mit neuen Kräften in die Nachbearbeitungsphase zu starten. (L)

 

Bis Bald! Euer 41'CR Team. Lorenzo, Marius, Yannik, Lukas und Timo.

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Herbe Rückschläge. Aber wir geben nicht auf!

Wenn die Zeiten schwierig werden, muss man kämpfen. Man darf nicht aufgeben. Beim Filmemachen wird man immer wieder mit Problemen konfrontiert, die es zu lösen gilt. Wer nicht flexibel, einfallsreich und spontan ist, der hat schon verloren. An diesem Drehtag ging es Aaron, unserer Hauptrolle überhaupt nicht gut. Er hatte sich wahrscheinlich eine Grippe eingefangen und ihm und seinem Magen ging es gar nicht gut. Unglücklicherweise war heute der längste Tag der ganzen Woche. Er sollte von 09:30 bis 21:00 Uhr gehen. Die Situation erschien fast aussichtslos. Wir versuchten so viel und so schnell wie möglich zu drehen und achteten gleichzeitig darauf, dass Aaron sich etwas schonen konnte. 

Für diesen Tag hatten wir gleich zwei mal Catering organisiert: Mittags gab es super leckere Döner vom Dönerhaus Lörrach, über die sich alle, außer Aaron natürlich, gierig hermachten. Dieser legte sich über den Mittag hin, in der Hoffnung, dass es ihm danach wieder etwas besser ginge. Nach knapp zwei Stunden Umbaupause betraten wir Aarons vorübergehendes Schlaflager und fanden ihn tief schlummernd und schnarchend vor. 

 

Wir hatten die große Ehre, Marcus Calvin für eine kleine Rolle für uns gewinnen zu können. Er ist bereits ein alter Hase im Filmbusiness und hat zum Beispiel schon beim "Tatort" mitgespielt. Die Rolle, die er bei 41'CR spielte, unterforderte ihn fast schon unserer Meinung nach. Er war sehr sympathisch und spielte geduldig mit. Obendrein stattete uns noch Niklas Huber, der Autor der Kurzgeschichte 41'CR, einen Besuch ab. Er war sichtlich beeindruckt, wie aufwändig wir diesen Film umsetzen und hätte im Leben nicht mit so einer Professionalität und so viel Leidenschaft am Bewegtbild gerechnet. 

Nachdem Aaron wieder aufgewacht war, drehten wir gegen 19:00 Uhr weiter. In der anstehenden Szene war nochmal voller Körpereinsatz gefragt und Aaron musste sich ordentlich zusammennehmen, denn lange würde er der Belastung nicht stand halten können. Zwischen den einzelnen Einstellungen saß er immer in eine Decke gehüllt und gekrümmt in der Ecke und versuchte sich irgendwie aufzuwärmen. Trotzdem ließ sich das Team nicht demotivieren und alle versuchten sich zusammenzureißen. Schlussendlich hatten wir alle Takes im Kasten, die wir brauchten und konnten gegen 21:30 Uhr Feierabend machen. Wir wollten unsere Hauptrolle nicht überstrapazieren und kein Risiko eingehen. Deswegen machten wir zeitig Schluss, damit wir am nächsten Tag wieder Vollgas geben konnten. Die Stimmung war zwar etwas gedrückt, aber den kommenden, letzten Drehtag würden wir auch noch überstehen. Noch einmal zusammenreißen und hoffen, dass es Aaron wieder besser geht. (L)

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Jetzt wird es Zeit für Special-Effects

Hoch motiviert ging es am Mittwoch um 13:00 Uhr los. Heute hatten Patty und Marie, die für das MakeUp verantwortlich waren, ihren großen Auftritt. Curt sollte für eine Albtraum-Szene mit einem Sessel verschmelzen. Die zwei Expertinnen entschieden sich für Latexfetzen als Hautimitation. Im Chillout-Bereich verteilten sie eine übel riechende Latexmilch, die in dünnen Fetzen trocknete. Das Ganze stank enorm! Parallel dazu wurde das Set aufgebaut. Außerdem hatte Curts Frau Marie, gespielt von Jana Ludwig, ihren ersten Auftritt. Sie kommt aus Freiburg und ist auf der Schauspielschule. Nachdem sie in ein leichtes Abendkleid geschlüpft war, wurde sie natürlich noch mit einem Mikrofon verkabelt und die ersten Einstellungen konnten gedreht werden.

Um zu zeigen, wie viele Leute an so einem Drehtag nötig sind, um alles zu stemmen, zählen wir das an dieser Stelle einmal auf: Wir haben Yannik und Lukas, die Regie führen; Patty und Marie, die sich um das MakeUp kümmern; Marius und Timo, die verantwortlich für Licht und Kamera sind und Tim, Felix, Julian, Salome und Kolja, als sogenannte Setrunner, deren Aufgabe es zum Beispiel ist, Licht auf- und abzubauen oder einfach überall da zu helfen, wo gerade eine Hand gebraucht wird. Außerdem am Set: Robin, der verantwortlich für den Ton ist, Elia, der die Filmklappe mit der richtigen Beschriftung vor die Kamera hält und Lorenzo, welcher sich um sämtliche Fotos für Blog und Facebook kümmert, aber auch mit dem Auto mobil ist und dafür sorgt, dass jeder und alles irgendwo abgeholt und hingebracht wird. Ganz oben in der Rangliste steht dann noch Ansgar, der den Posten der Aufnahmeleitung besetzt. Er sorgt dafür, dass alles im Zeitrahmen bleibt und macht auch mal ordentlich Druck, wenn es sich die Leute zu bequem machen. Nicht zu vernachlässigen sind natürlich die Schauspieler, Aaron und Jana. Ohne die beiden könnte der Film gar nicht erst so stattfinden wie geplant!

Von links nach rechts, hintere Reihe: Tim, Julian, Marius, Salome, Felix, Jana, Timo, Kolja, Elia, Ansgar, Robin, Marie, Patricia. Vordere Reihe: Lorenzo. Yannik, Aaron, Lukas
Von links nach rechts, hintere Reihe: Tim, Julian, Marius, Salome, Felix, Jana, Timo, Kolja, Elia, Ansgar, Robin, Marie, Patricia. Vordere Reihe: Lorenzo. Yannik, Aaron, Lukas

Spannend wurde es, als das MakeUp-Department dann anfing, die künstlichen Hautfetzen an Aarons Armen zu befestigen. So ein Unterfangen braucht natürlich Zeit und so pinselten und tupften sie circa eine halbe Stunde an seinen Armen herum, bis das Ergebnis perfekt war. Leider hattet ihr nicht die Möglichkeit, Aarons Performance in dieser Szene zu sehen, aber wir können euch verraten, dass sein gequältes Schauspiel einfach nur verdammt gut aussah. Aaron Konecki ist ein grandioser Schauspieler und wir sind sehr froh, dass wir ihn für diese Rolle besetzen konnten.

Der halbe Tag war nun geschafft... Langsam wurde es Abend und draußen dunkel. Höchste Zeit, wieder Licht von außen aufzubauen, damit der blaue Mondschein imitiert werden konnte. Die nächste Szene spielt im riesigen Wohnzimmer der Villa: Curt und Marie beim Abendessen.

Die Schwierigkeit bestand hier für die Kamera darin, dass an einer Wand ein riesiger Spiegel hängt, den man natürlich nicht im Film sehen sollte. Aber das kompetente Kameradepartment, bestehend aus Timo und Marius, meisterten natürlich auch diese Hürde. Dummerweise war der Hazer (Nebelmaschine) defekt und so lagen wir knapp zwei Stunden hinter dem Zeitplan, bis ein neuer organisiert werden konnte. Als dieser dann allerdings wieder einsatzbereit war, wurde gedreht und die Performance der beiden Schauspieler war natürlich mal wieder allererste Sahne!

Leider gerieten wir immer mehr in Verzug, was den Zeitplan betraf. Ein großer Lichtblick diesbezüglich war da das leckere Essen vom Partyservice Stich aus Fahrnau. Dieser hat uns für drei Tage leckeres Essen zugesagt. Heute gab es Frikadellen mit Kartoffelauflauf. Lecker!

Das leckere Essen vom Partyservice Stich
Das leckere Essen vom Partyservice Stich

Trotzdem weiter etwas angespannt versuchten wir, den Dreh so schnell wie möglich zu beenden. Gegen Ende sank die Motivation leider nochmal etwas stärker, aber mit vereinten Kräften und einem ordentlichen Tritt in den Hintern von Ansgar konnten wir dann mit einer Stunde Verspätung um 22:00 Uhr Feierabend machen. Etwas frustriert hatten wir also an diesem Tag gelernt, dass nicht alles zu 100% nach Plan laufen kann und das Filmemachen immer Aufgaben mit sich bringt, die nicht unbedingt Spaß machen. Aber wir produzieren hier schließlich einen professionellen Film und da wird nicht rumgedruckst wegen so etwas. (L)

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Man sieht erste Ergebnisse...

So etwas haben wir noch nicht erlebt! Was wir für einen Aufwand für diesen Film betreiben ist unglaublich. Doch zuerst mal alles auf Anfang: Los ging es diesmal etwas später. 16:00 Uhr war "Call" an der Villa in Brombach. Dort versammelten sich dann insgesamt 14 Leute um das erste Set aufzubauen.  

 

Im Keller der riesigen Villa Haag entstand so aus einem kleinen Büro ein Verhörraum, alles lief reibungslos. Dann ging plötzlich ein ohrenbetäubendes Geräusch los: der Feueralarm! Aber kein Problem, wir hatten schon damit gerechnet. Die Feuerwehr rückte nicht an, obwohl der Keller total verraucht war. Besser gesagt war er voll Haze (Dunst/Nebel). Diesen braucht man beim Film, um das Licht voluminöser wirken zu lassen. Glücklicherweise hatten wir die Feuerwehr informiert und so war die einzige, die in Panik verfiel, Frau Haag selbst bei dem Versuch, den Feueralarm wieder auszuschalten.  Als es draußen dunkel wurde, wurden vor den Fenstern Scheinwerfer platziert, um das Tageslicht am Set zu imitieren. Das klappte dank leistungsstarker Scheinwerfer erstaunlich gut.

 

Am Set selbst gab es allerlei alte Requisiten, wie Schreibmaschinen und ein antikes Tonbandgerät. Luca Manfredi und Lukas Wieg spielten zwei Polizisten, die Curt vernahmen. 

Die Villa war so riesig und es waren so viele Crewmitglieder und Helfer da, dass man nach zwei Stunden immer noch auf neue Gesichter gestoßen ist, die man bis jetzt noch nicht gesehen hatte. Uns standen außerdem mehrere WalkieTalkies, im Fachjargon PMRs, zur Verfügung, mit denen wir vom Keller direkt zum Aufenthaltsraum im dritten Stock funken konnten, um Anweisungen zu geben. Einige davon sponserte uns Isabell Weber, der wir natürlich ein großes Dankeschön aussprechen. Solche Funkgeräte sind natürlich sehr praktisch und sehen ultra cool aus!

Gegen 20:00 Uhr wurde in Windeseile alles eingepackt und ins Auto geladen. Im Wald hinter Hauingen sollte der Höhepunkt der Films gedreht werden. Jetzt brach das Chaos aus. Alle hetzten quer durch die Villa, man rief sich gegenseitig Aufforderungen zu, "Hast du die Sandsäcke eingepackt?", "Ich brauche einen Setrunner im Lagerraum", "Wo ist der Generator???". Nach nur 20 Minuten war dann scheinbar alles verräumt und die ersten Autos bretterten die Feldwege mitten im Wald entlang. Im stockdunklen Unterholz hatten bereits zwei Setrunner ein Loch gegraben... Dort stürzt im Film dann etwas hinein. Was, wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Nachdem das Stromaggregat betankt und gestartet war, wurden die ersten, riesigen Galgenstative mit den 500 Watt Lichtern aufgestellt. Auf einmal war der Wald hell erleuchtet! An dieser Stelle noch ein richtig großes Dankeschön an Aaron Sütterlin und seine Firma "Sütterlin & Vogl Veranstaltungstechnik", der uns so viel Lichtequipment zur Verfügung stellt. Auch der eingangs erwähnte Hazer stammte von ihm und konnte im Wald nun so richtig seine Power zeigen. Nach wenigen Minuten war der komplette Wald mit einem feinen Dunst durchzogen. Die perfekte Lichtsituation für eine mysteriöse Stimmung im Film. Dann wurde erst mal Essen gefasst. Für diesen Tag hatten wir keine Unterstützung von einem Caterer, also mussten die Eltern von Lukas Wieg einspringen. Diese kochten eine exzellente Suppe, von der jeder geschwärmt hat.

Frisch aufgewärmt ging es dann nach einer weiteren Aufbauphase endlich ans Drehen. In der Szene hetzt Curt mit seiner Öllampe durch den Wald, auf der Suche nach dem abgestürzten Objekt. Die Shots sehen verdammt gut aus. So verdammt gut, dass Marius, unser Kameramann irgendwann anfing, seine hoch angespannte und konzentrierte Mine gegen ein breites Grinsen auszuwechseln. Obwohl wir 2 Stunden hinter dem Zeitplan lagen, schafften wir es trotzdem irgendwie, pünktlich um zehn vor 00:00 Uhr fertig zu sein. Der Abbau ging diesmal wirklich reibungslos und schnell! (L)

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Drehtag 1: Check!

Lange bangten wir, ob wir die Finanzierungsschwelle von 1000 Euro erreichen würden. Freitag Abend war es dann soweit. Wir hatten das nötige Geld sicher, um das Projekt 41'CR tatsächlich Wirklichkeit werden zu lassen. Gestern konnten wir dann endlich die erste Szene drehen. 

Mehr oder weniger pünktlich ging es am Montag also um 08:30 Uhr los. In der Altstadt von Schopfheim bauten wir eine kleine Bushaltestelle auf. Kurze Zeit später traf unsere erste Nebendarstellerin auf ihrem Seniorenscooter auf. Sie sitzt im Rollstuhl, aber hat sich dazu bereit erklärt, eine kleine Rolle auf der Bank sitzend zu übernehmen. Während sie es sich dort bequem machte, wuselten die Crewmitglieder hin und her, bereiteten die Kamera vor, luden Sachen aus dem Auto und packten dort an, wo Hilfe gebraucht wurde.

 

Gegen 11:00 Uhr wurden dann die ersten Einstellungen gedreht, während zwei Teammitglieder zeitweise die Straße blockierten, damit kein Auto durchs Bild fuhr. Frau Brändle auf der Bank hatte ihren Spaß und freundete sich sofort mit Aaron, dem Hauptdarsteller an. Dieser war am Morgen extra noch beim Friseur, damit die Haar perfekt saßen. Schauspielerisch harmonierten die beiden wunderbar und als das uns bekannte Allemannische von Frau Brändle, auf das Hochdeutsche von Aaron (der kommt nämlich aus Norddeutschland) traf, war der Spaß garantiert. Er war das erste Mal in Baden-Württemberg und so lernte er das eine oder andere neue Wort von der alten Dame. 

Am Nachmittag ging es dann weiter in Lörrach auf einem Waldparkplatz. Dort hatten wir für 14:30 Uhr einen alten Bus gemietet und auch ein wunderschöner, uralter Oldtimer stand uns zur Verfügung. Leider hatte ein Schauspieler krankheitsbedingt abgesagt, der den Busfahrer spielen sollte. So musste der echte Busfahrer einspringen und verkörperte sich selbst im Film. Für das Catering haben wir das Dönerhaus aus Lörrach für uns gewinnen können und immer wenn es Essen am Set gibt, ist auch die Motivation und gute Laune garantiert.

 

Alles in allem war es ein sehr gelungener Dreh. Anstrengend, auf der einen Seite, aber auch sehr spaßig und unheimlich cool auf der anderen Seite. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die kommenden Tage: Morgen steht nämlich schon der nächste Dreh an. Diesmal nachts im Wald und in einer riesigen Villa. (L)

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Unsere Crowdfunding-Aktion startet endlich

HIER GEHT'S ZUR KAMPAGNE

Endlich ist es soweit, die heiße Phase unseres Filmprojekts "41'CR" beginnt. Wir haben auf der Internetplattform Startnext unser Projekt freigegeben und sammeln ab jetzt einen Monat lang spenden. Je nach Höhe der Spende bekommt man als Belohnung eines von vielen sogenanntes Dankeschöns. Diese staffeln sich zudem, je höher der gespendete Betrag ist und reichen von Lesezeichen über DVDs bis hin zu signierten Filmplakaten.

 

Wieso machen wir das ganze?

 

Ganz einfach: Einen Film zu produzieren ist teuer und unsere Mittel sind begrenzt. Deswegen hoffen wir auf die Unterstützung vieler Leute.

Die letzten Nächte haben wir kaum Schlaf bekommen und unsere Nerven sind recht ausgezehrt. Trotzdem macht es uns noch ungemein viel Spaß im Team stundenlang zu planen, gemeinsam zu diskutieren und dieses wundervolle Projekt umzusetzen.

Wofür wir das Geld verwenden, könnt ihr auf Startnext genauer nachlesen und dort findet ihr auch alle weiteren wichtigen Informationen. Bitte teilt das Video und spendet, denn nur wenn wir unser Ziel von 3000€ vor der Deadline erreichen, können wir 41'CR realisieren.

 

Wenn der Film fertiggestellt wird, soll es auf jeden Fall auch eine Premiere in den lokalen Kinos geben.

 

Bitte teilt unsere Seite und die Startnext-Kampagne und spendet, damit wir dieses große Projekt stemmen können. (L)

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Der erste Drehtag!

Unser Kurzfilm 41 CR nimmt so langsam Form an.

 

Nach vielen Treffen und Unmengen an Planung konnten wir gestern nun endlich den ersten Probedreh durchführen. Doch eins nach dem anderen...

 

Seit mehreren Wochen planen wir nun unseren Kurzfilm zusammen mit Freunden aus Lörrach. Nachdem wir auch bereits in der Zeitung etwas geworben hatten, traf sich die Produzentengruppe, die aus uns, Yannik, Lukas und Timo besteht regelmäßig, ja fast täglich, um den ersten Dreh zu planen. Die zwei Hauptrollen Curt und Mary haben wir nach langer Suche nun endlich besetzen können.

 

Wir suchten also Locations, organisierten Equipment, Requisiten, Kostüme und eine Filmcrew. Leute, die motiviert sind und Lust darauf haben, einen Kurzfilm zu drehen fanden wir nach und nach. Auch die Requisiten sammelten wir uns an verschiedenen Stellen zusammen und überall wo wir hingingen, hielten wir nach passenden Locations ausschau.

 

Eine große Frage stand lange offen: Wie finanzieren wir unser Projekt. Denn obwohl wir damit keinen finanziellen Gewinn machen wollen, brauchen wir Geld für außergewöhnliche Requisiten oder zum Beispiel um die Anfahrtskosten oder Verpflegung der Schauspieler und Filmcrew zu bezahlen. Also entschieden wir uns, eine Crowdfunding-Kampagne zu starten. Das bekannte "Kickstarter" soll unsere Plattform werden. Doch dafür brauchen wir eine aussagekräftige Präsentation. Da wir unser Können unter Beweis stellen wollen, haben wir uns entschlossen, eine Szene aus dem Film vorab zu produzieren und zu zeigen.

 

Als Location wählten wir das Badezimmer von Lorenzos Vater, um dort Szene 6 zu drehen. 

Die Planung selbst verlief ohne Probleme, obwohl wir einsehen mussten, dass es weitaus aufwendiger ist, so ein großes Projekt zu planen. Normalerweise sind wir ja nur zu zweit unterwegs, aber wenn dann später über zehn Leute am Set sind, muss jeder genau wissen, wann, wer was zu tun hat.

 

Tragischer Weise sagte unsere Hauptrolle, welche übrigens aus Norddeutschland kommt, wegen eines wichtigen, privaten Vorfalls einen Tag vor dem Dreh ab! 

 

Da standen wir nun und blickten in ratlose Gesichter. Zehn Personen waren für den nächsten Tag am Set erwartet und nun fehlte uns das wichtigste: Der Schauspieler! Wir überlegten hin und her und berieten uns: Ein Ersatzschauspieler musste her. Also fragten wir unseren altbekannten und talentierten Freund Lukas, der schon den Preis beim 24 Hour Film Race abgestaubt hatte.

 

Er stimmte zu und war unsere Rettung, die Hauptrolle in einer Szene des Films zu spielen.

Der Drehtag selbst verlief dann recht reibungslos: Beginn, der sogenannte "Call", war um 8:00 Uhr in Herten. Dort hatten wir dann bis 15:30 Uhr Zeit für den Aufbau und die ersten Tests, bevor es dann richtig los ging. Diese 7,5 Stunden waren auch bitter nötig, um all das Equipment in den ersten Stock zu schleppen, das Set und das Licht aufzubauen, die Einstellungen zu planen und Anweisungen an das Team zu geben. 

 

Folgende Leute waren am Set: Marius, der zusammen mit Timo für die Kamera verantwortlich war; Yannik, der sich als Regisseur mit den beiden auseinandersetzte; Lukas Wieg, der als zweiter Regisseur später die Schauspieler betreute; Lorenzo als Runner, Taxifahrer für alle möglichen Leute und Verantwortlicher für die Location; Patty Jay und Marie als MakUp Artists; Elia Lang als Behind The Scenes Kamera, Florian Biehler als BoomOperator und Tonmensch und schließlich die beiden Schauspieler Lukas Engelke und Jana Ludwig.

Da die Wasserhähne im Badezimmer recht modern waren, hatten wir uns entschlossen, einen mit dem aus der Toilette auszutauschen. Das stellte sich als schwieriges Unterfangen heraus und so mussten wir das komplette Waschbecken abnehmen um den Wasserhahn zu lösen.

 

Auch war unser Slider zu kurz und so verlängerte Lorenzo ihn kurzer Hand mit einer Dachlatte.

Mittags gab es dann leckere, selbstgemachte Lasagne und die Stimmung war ausgelassen. Danach begann endlich der Dreh. Bei Weitem hatten wir uns das Drehen nicht als so einen langwierigen Prozess vorgestellt, Timo, der ein wahrer Perfektionist ist, stellte die Kamera millimetergenau ein und so wurde für eine 20 Sekunden Sequenz immer 30 Minuten vorbereitet und umgebaut. Im kleinen Bad wurde es zusammen mit den Lampen und den sechs Leuten außerdem sehr schnell sehr warm und stickig und so war es für Marius und den Rest dort nicht sehr angenehm. 

 

Als um 20:00 Uhr dann endlich die letzte Szene im Kasten war, waren wir alle sehr froh, bald Feierabend zu machen. Nachdem wir alles abgebaut, die Wasserhähne wieder gewechselt und aufgeräumt hatten, fuhren wir um 21:30 nach Hause.

 

Nach über 13 Stunden am Set waren wir fix und alle und freuten uns auf unsere Betten. Doch müssen wir auch ein großes Lob an die komplette Crew aussprechen, die immer motiviert und fleißig mitgearbeitet hat und es so zu keinerlei Problemen am Set kam. 

 

Wie wir Anfang November eine Woche am Stück drehen wollen und wie wir den Dreh vor allem vorher perfekt durchplanen wollen, ist uns bis jetzt noch ein Rätsel. Doch auch das werden wir schaffen! (L)

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Okidoki Kinderland Lörrach

Gruppenbild vom zweiten Tag. Huuuaaaaa!!!

Wir wurden beauftragt einen Werbefilm für das Okidoki Kinderland zu drehen. Für alle, die nicht wissen was das ist, das Okidoki ist ein riesiger Indoorspielplatz mit Trampolinen, Rutschen und anderen tollen Geräten, auf dem sich Kinder zwischen 2 und 16 Jahren austoben können.

 

"Nun gut!", dachten wir uns also und brainstormten eine Runde. Natürlich wollten wir keinen langweiligen Imagefilm drehen, sondern etwas besonderes sollte her. Da wir große Fans vom Youtuber DevinSupertramp sind, stand schnell fest. "Wir machen das so wie er!". Mit schneller Kameraführung, vielen freudigen Kindern und jeder Menge visuellem Spaß. 

Also trommelten wir über Bekannte und Bekannte von Bekannten eine Gruppe von 11 tobenden Kindern zusammen. 

 

An einem heißen Mittwoch ging es dann Nachmittags los und zuerst wurde im Außenbereich gefilmt. Lorenzo brüllte Anweisungen und versuchte die Kinderschar beisammen zu halten und anzuweisen, während Marius sich komplett auf das Filmen konzentrieren konnte. Mit dieser Aufteilung waren wir beide ganz froh und jeder war mit seiner Aufgabe beschäftigt. 

 

Obwohl es natürlich eine Herausforderung ist, 11 Kinder diszipliniert zusammenzuhalten, gleichzeitig zu motivieren und daran zu erinnern, dass sie für die Aufnahmen lächeln sollten, ohne dass sie die Lust am Spielen verlieren, gelang das Lorenzo auf Anhieb und so konnten wir fast vier Stunden durchgehend filmen. 

 

Nichts desto trotz waren wir am Abend total geschafft und freuten uns auf die Entspannung zuhause.

Durch die schiere Anzahl an Attraktionen mussten wir noch einen zweiten Drehtag ansetzen. Mit teilweise neuen Besetzung ging der spaßige Stress am Samstag von vorne los. Diesmal bekamen wir die gewünschten Aufnahmen schneller, da wir inzwischen wussten, wie der Hase rennt. Es hatte sichtlich jeder Spaß und auch die Eltern freuten sich über einen freien Nachmittag mit kostenloser Kinderbetreuung.

 

Nach knapp einer Woche Nachbearbeitung sind wir nun stolz darauf, das Ergebnis zu präsentieren: (L)

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Der nächste Kurzfilm ist geplant

Zusammen mit Lukas Wieg, Yannik Winzer (DesignAreal) und Timo Blessing arbeiten wir an einem sehr ambitionierten Kurzfilmprojekt, welches wir bis Ende des Jahres fertigstellen möchten. Die Idee dazu entstand bei einem Schulprojekt eines Klassenkamerades von Lukas und Yannik. Die beiden waren sehr angetan von der grandiosen Story und wollten diese auf alle Fälle filmisch umsetzen. Dieser Film soll als großes Aushängeschild für unsere Portfolios dienen, aber natürlich auch jede Menge Spaß bringen. 

Zusammenfassung:

 

Curt Raymond, ein junger Mann, lebt zusammen mit seiner Frau Mary, alleine auf dem Land. Seine Eltern sind vor Jahren verstorben und haben ihm ein großes Vermögen hinterlassen. Mit der Verantwortung für das Geld und dem Druck, seinen Eltern gerecht zu werden, gerät Curt immer mehr in Schwierigkeiten. Er selbst hat nie etwas im Leben erreicht und auch Mary lebt nur wegen dem vielen Geld mit ihm. Verzweifelt und geplagt von Albträumen verschließt Curt sich und zieht sich immer mehr zurück in seine Leidenschaft: Sterne schauen. Einsam und alleine verbringt er die Nächte hinter seinem Teleskop. Doch eines Abends passiert es. Er macht eine Entdeckung, von der er nie zu träumen gewagt hat!

 

Doch war all dies real?

 

Im November sollen die Dreharbeiten beginnen. Marius wird dabei die Rolle des Kameramanns übernehmen, während Lorenzo unter anderem für den Schnitt zuständig sein wird. Timo Blessing übernimmt die Artworks und ist Director of Photography. Yannik Winzer und Lukas wieg führen Regie, sind die Hauptproduzenten und kümmern sich später noch um die VFX-Sequenzen.

 

Derzeit suchen wir noch Schauspieler und Locations, aber alle sind höchst motiviert und wollen einen tollen Film drehen. Ziel des Projekts ist der Jugend Film Preis, bei dem wir hoffentlich eine gute Platzierung erlangen können. Bleibt über die offizielle Seite auf Facebook immer informiert. Natürlich gibt es aber hier auch immer wieder Updates. (L)

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Auch wir machen mal Urlaub

Schloss Neuschwanstein

Lorenzo ist mit unserem Camper und seiner Mom und seinem Bruder nach Bayern zum Schloss Neuschwanstein gefahren und erzählt:

 

"Ein kleiner, mehrtägiger Familienurlaub liegt nun hinter uns. Mein Bruder Giuliano hatte die berühmten Königsschlösser als Ziel vorgeschlagen. Meine Mom und ich fanden die Idee gut und so ging es dann auch recht schnell los. Auf gut Glück hofften wir darauf nach 5 Stunden Fahrt (mit dem Camper geht's immer etwas länger) am Bannwaldsee noch einen Campingplatz zu bekommen. Das war dann auch der Fall und so hatten wir mit der Anreise bereits fast den ganzen Tag rum. Viel gemacht haben wir am ersten Tag dann nicht mehr, das Wetter war sowieso auch nicht mehr so toll. Karten gespielt, gegessen, gechillt.

 

Am nächsten Tag stand dann Sight-Seeing auf dem Plan. Das Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau waren nicht sehr weit entfernt und am Vormittag kamen wir am Tickethäuschen an. Dort stand uns erst einmal der Mund offen. Hunderte Menschen standen Schlange bis auf die Straße und ein Ticket für eine Führung für Schloss Neuschwanstein bekam man erst nach über einer Stunde Warten.

 

Also haben wir uns für die Führung durchs Schloss Hohenschwangau entschieden. Nach kurzem Warten hatten wir dann die recht teuren Tickets. Die Führung selbst war recht mau, Bilder durften währenddessen auch nicht gemacht werden. Schade!

 

Danach war die Schlange für Neuschwanstein zum Glück kürzer. Wir haben gerade noch die letzte Führung ergattert und fuhren anschließend mit dem Bus kurz bis vors Schloss. "

"Wie man sieht, lassen sich wunderbare Fotos von den Schlössern machen. Lustig waren auch die ganzen Asiaten, mit ihrem typischen Fototourismus. Manche knipsten erst mit einer professionellen Spiegelreflexkamera, um danach noch mit dem Handy ein zweites Bild zu machen, was dann direkt verschickt werden kann.

 

Nach einer weiteren verregneten Nacht, haben wir uns dann wieder auf dem Heimweg gemacht und haben noch einen Zwischenstopp am Schloss Lichtenstein gemacht. Insgesamt waren es drei schöne Tage, allerdings habe ich mir von den Bildern etwas mehr erwartet." (L)

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Wir haben was gewonnen!!!

Es ist unglaublich! Heute Nacht kurz nach zwei Uhr klingelte Lorenzos Handy und er wurde aus dem Schlaf gerissen. Es war Marius, der mit unterdrückten Beben in der Stimme verkündete: Wir haben den Preis für die besten Kostüme und den besten Sounddesign gewonnen. Die Preisverleihung des Marietta Film Festivals in Atlanta wurde live um 2:00 Uhr nachts übertragen. Lorenzo kann es, so verschlafen, wie er war, auch noch gar nicht fassen, also fuhr er den PC hoch und verfolgte die Awardverleihung ebenfalls. Dann die nächste Nachricht: The Award for the best Actor goes to Lukas Engelke for the short film Eine Zweite Chance by Carmona Films.

 

Wow! Lukas, der sich ja eigentlich gar nicht selbst verwirklichen wollte, hat es nun doch zu internationalen Ruhm geschafft. Wir, per Telefon verbunden, beobachteten Jose, wie er ganz schüchtern über die Bühne tippelte und die Preise wortlos, besser gesagt sprachlos, entgegen nahm. Normalerweise wäre er wahrscheinlich in die Luft gesprungen und hätte vor Freude geschrien und alle umarmt. Aber ganz schüchtern schlich er dann nach vorne und wir lachten uns dabei ins Fäustchen. Wir konnten es immer noch nicht fassen.

 

Dann kam natürlich der Oberhammer... Die Gesamtsieger wurden verkündet. Von Platz Zehn wurde nach unten nominiert... Top Zehn bis Fünf: wir waren nicht dabei... Dann kam Platz Drei. Wieder nichts...

 

Und dann wurde der zweite Platz angekündigt. "The second place overall goes to Team Carmona from Germany!!!"

 

Wir rasteten natürlich total aus, freuten uns leise, damit wir unsere Familien nicht um halb drei Uhr Nachts aufwecken und beobachteten Jose wieder, wie er über die Bühne schlich!

 

 

Alle Zehn Teams schickten einen Repräsentant auf die Bühne, die sich nebeneinander aufstellten und dann gab es noch eine Fragerunde. Was hat am meisten Spaß gemacht? Was war das schwierigste beim Dreh? Wer hatte die weiteste Anreise?

 

Die letzte Frage beantwortete Jose: er war am weitesten aus Montreal angereist, um uns zu vertreten.

Er war einen Kopf kleiner als die ganzen anderen und zappelte immer rum, sodass er immer total auffiel. Immer als der an der Reihe war mit reden, stammelte er ein paar Sätze und reichte das Mikrofon weiter. Wir amüsierten uns prächtig beim Zuschauen.

 

Wir haben folgende Dinge gewonnen: Eine noble Kameratasche, 500 $ und jede Menge Software. Die kleine durchsichtige Trophäe natürlich nicht zu vergessen.

 

Wir werden uns natürlich nicht auf unserem Ruhm ausruhen, sondern haben schon fest vor am 100 Stunden Rennen im Dezember teilzunehmen. Wenn es klappt kommt Jose dann hoffentlich WIRKLICH nach Deutschland. (L)

 

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Endlich sieht man was...

Hurra, nach zwei Wochen Nachbearbeitungszeit ist endlich das Video aus Ibiza fertig.

 

In rund 20 Stunden Arbeit wurden über 300 Gigabyte an Videomaterial verarbeitet, geschnitten und angepasst. Musik und Soundeffekte wurden abgemischt und wieder und wieder wurde das Video verbessert.

 

Demnächst kommt noch ein Breakdown-Video in dem wir zeigen, wie genau das Video aufgebaut ist und wie die Effekte gemacht wurden.

 

In diesem Sinne: Stay tuned :) (L)

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Wenig Schlaf, viel Spaß!

Mit den nächsten Tagen füllte sich allmählich die Villa und die anfängliche Ruhe verschwand. 

Am Dienstag stand der erste Gig der Beatrockers an. Wie auch schon letztes Jahr, legten sie auf der gut gefüllten "Pukka Up" Bootsparty auf.

Zusammen mit drei DJs aus Schweden war die versammelte Mannschaft mittlerweile 12 Köpfe stark und so war in der kommenden Nacht jeder Schlafplatz, bis auf das letzte Sofa, belegt.

Auf der Bootsparty wurde dank zwei Tänzerinnen, einem "Hydro-Guy" und nicht zuletzt der DJs ordentlich Stimmung gemacht.  

Nach der anstrengenden Party am Vortag ging es am Mittwoch mit einem entspannteren Programm weiter. Mit einem 250 PS starken SpeedBoat sausten wir mit einem Teil der Gruppe an der Küste Ibizas entlang.  Nachdem wir vom Meer aus die Villen von David Guetta und Valentino Rossi betrachtet hatten, setzten wir in einer Bucht mit kristallklarem, türkisen Wasser den Anker und die Truppe schwamm im wunderschönen Meer umher oder versuchte sich an Saltos vom Boot. Der nasse Rand des Boots wurde allerdings schnell tückisch und so endete der ein oder andere Versuch in lustigen Ausrutschern. Unseren Spaß hatten wir jedenfalls. 

 

Die Beatrockers waren natürlich nicht allein zum arbeiten in Ibiza. Auch für sie hieß es, an dem einen oder anderen Abend zum Privatvergnügen auf Partys zu gehen. Das Highlight war der Donnerstag Abend, als wir zu siebt im Ushuaia, einer der berühmtesten Clubs der Welt, waren.

 

Natürlich nicht als normale Gäste sondern als VIPs in einer extra Lounge. Wenige Minuten nach unserer Ankunft wurde in der Gruppe getuschelt.

 

PROMIALARM!

 

Nur eine Bankreihe vor uns feierten Nani und Eder. Für Fußballverweigerer wie uns: zwei frisch gebackene, portugiesische Europameister.

 

Für uns war das Partyangebot an diesem Abend allerdings interessanter.

Top DJs wie Felix Jaehn, Lost Frequencies und Robin Schulz legten auf und zusammen mit einer fantastischen Bühnenshow wurde die Party für uns zu einem unvergesslichen Abend. Um 24 Uhr war dann aber "schon" Schluss im Ushuaia und unsere Truppe war nach doch recht viel Vodka auch nicht mehr vollständig. Wir wollten aber noch weiterfeiern und zogen schließlich zu zweit los in Richtung Murphy's Bar, einer kleinen Underground Diskothek, die wir zwei Tage zuvor schon entdeckt hatten. Dort feierten wir dann noch eine Weile bis wir uns gegen vier Uhr morgens ein Taxi nahmen.

 

Die zweite Bootsparty am nächsten Tag wurde leider eine sehr schaukelige Angelegenheit. Nachdem wir den Hafen verlassen hatten, spielten meterhohe Wellen mit dem Boot wie mit einer Walnussschale. Die meisten Partygäste blieben erstmal auf ihren Plätzen sitzen und manchen wurde auch ohne Alkohol schon schwindlig. Nachdem das Boot in eine stillere Bucht gefahren war und unser DJ Duo anfing aufzulegen, wurde die Stimmung dann aber doch noch um einiges besser. 

 

Nach einer Woche Ibiza ist unser Resumé eindeutig. Wenig Schlaf, aber umso mehr Spaß! (M)

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Summer Sun in Ibiza

Wie der Eine oder Andere bestimmt weiß, arbeiten wir schon seit längerer Zeit mit dem DJ Duo "The Beatrockers" zusammen. Bereits letztes Jahr hatten wir die Möglichkeit mit ihnen und einem kleinen Haufen anderer Chaoten nach Ibiza zu fliegen und eine Woche lang Party zu machen und zu filmen.

 

Auch dieses Jahr sind wir wieder dabei und hatten uns schon lange auf die Woche auf der Baleareninsel gefreut.

Am Samstag morgen um fünf Uhr in der Früh ging es dann auch los. Zusammen mit Hassan, der einen Hälfte der Beatrockers, stiegen wir pünktlich in die AirBerlinMaschine und starteten unser Abenteuer. Nach knapp zwei Stunden standen wir auf spanischem Boden. Wer hätte gedacht, dass wir nach so kurzer Zeit schon wieder so weit südlich unserer Heimat sein würden.

Da wir erst gegen Nachmittag die Villa beziehen konnten, mussten wir noch ein bisschen Zeit totschlagen. Also ging es zu dritt erst mal nach Ibiza Stadt, wo wir von einer Bar zur nächsten zogen. Zwischendurch posierte Hassan noch auf den alten Kanonen der Wehrmauer der Stadt, während wir fleißig Bilder von ihm und der Umgebung machten.

Als wir am Nachmittag dann endlich die Villa beziehen konnten, war die Begeisterung groß. Ein riesen Sprung in Sachen Luxus im Vergleich zum letzten Jahr. Anstatt mediterran war jetzt modern und chic angesagt. Weiß und schwarz waren die dominierenden Farben und die große geräumige Küche lud sofort zum Kochen ein.

 

Hassan meinte noch: "Wir lassen's heute erst mal chillig angehen, mit den ganzen Chaoten, die am Dienstag noch kommen werden, werden wir die Ruhe vor dem Sturm brauchen". Viel passierte an diesem Tag nicht mehr und wir gingen alle recht früh schon ins Bett.

Am Sonntag ging es dann gleich sportlich los. Wir fuhren mit Hassan zum Hafen in San Antonio. Unser Star DJ wollte einmal Flyboarding ausprobieren. Eine Wassersportart, bei der man unter ein Board unter die Füße geschnallt bekommt, welches durch Wasserdüsen einen Vor- bzw. Auftrieb bekommt. Im Idealfall schwebt man wie auf einem Hoverboard mehrere Meter über dem Wasser und fliegt wie Ironman. Soviel zur Theorie. Kurz nachdem Hassan im Wasser war, gelangen ihm schon die ersten Schwebeversuche. Er machte eine gute Figur, auch wenn er noch etwas wackelig auf den Beinen war. Nach 15 Minuten war allerdings Ende Gelände. Hassan hatte so viel Salzwasser geschluckt, dass er abbrechen musste. Schade. Denn da wäre ordentlich Potential drin gewesen. (L)

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Musikmachen macht Spaß! Filmen auch!

Marvin Mears, Singer/Songwriter aus Schopfheim unterstützen wir schon eine ganze Weile. Für ihn haben wir unser erstes Musikvideo gedreht und mit ihm haben wir danach immer mal wieder neue Projekte realisiert. 

 

Nun stand mal wieder ein Live Auftritt von ihm an und wir haben uns natürlich bereit erklärt, diesen zu Filmen. Full Support! (L)

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Internationaler Erfolg

Ist es Schicksal, wenn ein geliebter Mensch stirbt?

 

Amelie (Lisa Leitner) liegt im Sterben und hat Angst, dass der Tod sie holt, wenn sie abends einschläft. Doch ihr Bruder (Ferdi Oda) versucht sie aufzumuntern: "Wenn der Tod anklopft, dann sagst du ihm einfach, dass er sich in der Tür geirrt hat" Auch ihr Vater (Lukas Engelke) gibt sich alle Mühe, seine Tochter zu trösten. Mit einem Schalter, der die Angst ausknipsen soll, macht er ihr Mut. Doch eines Nachts ist Amelie verschwunden und der Vater steht dem Schicksal in Person (Alexander Wagner) gegenüber. Er fleht ihn an, seine Tochter zurückzugeben.

Doch alles hat seinen Preis...

Wer unsere Reiseblogs aus Marokko verfolgt hat, der erinnert sich vielleicht noch an den schwulen Art Director Jose Cano aus Kanada. Nachdem wir ihm ungewollt aus einer Lebenskrise geholfen hatten, meinte er ja, wir wären dazu bestimmt gewesen uns zu treffen.

 

Bis heute sind wir natürlich noch im Kontakt mit ihm und schreiben regelmäßig. Jose wohnt inzwischen wieder in Kanada und macht allerlei Persönlichkeiten die Haare. Nichts desto trotz ist er immer noch total begeistert von unserem filmischen Talent und er will auf jeden Fall diverse Kurzfilme mit uns drehen. Sein ganz großes Ziel sind die Oscars, bei denen er sich mit einem geheimen Projekt, an dem er schon mehrere Jahre arbeitet, bewerben möchte.

 

Nun gibt es ja regelmäßig noch andere Filmfestivals und -wettbewerbe, so auch das "24 Hour Film Race" in Atlanta, USA, an dem hat Jose bereits mehrere Male erfolglos teilgenommen hat. Mit uns erhoffte er sich nun den ganz großen Durchbruch.

 

Doch alles auf Anfang:

 

Ursprünglich war geplant, dass er aus Kanada einfliegt und uns hier vor Ort hilft. Das hat schlussendlich leider nicht geklappt und nach anfänglichen Startschwierigkeiten mit der Anmeldegebühr waren wir soweit: am 24.Juni um 4 Uhr morgens erhielten wir drei Überraschungsthemen, welche wir in ein Drehbuch einbauen mussten was es von 24 Stunden zu schreiben und zu filmen galt.

 

Unsere Themen waren:  eine zweite Chance, einen Knopf drücken und ein Kartenset.

 

Also brainstormten wir erst eine Weile jeder für sich, bis wir schließlich nach einiger Zeit unsere Ideen einander präsentierten. Unser guter Freund Lukas Engelke gesellte sich dann am frühen Morgen ebenfalls dazu um uns beim Drehbuchschreiben zu helfen. Zur Auswahl stand eine Pokerszene, die dank eines magischen Knopfes immer wieder zurückgesetzt wurde, eine komische Verwechslungsszene und ein Drama um Tod Schicksal und Neuanfang. Letzteres wurde schließlich weiter ausgeführt und das Drehbuch und die Dialoge wurden nochmal überarbeitet.

 

Bereits im Vorfeld hatten wir einige Drehlocations organisieren können, so zum Beispiel das Legends Diner in Schopfheim, ein Kunstatelier oder eine kleine Schlachterecke in Kürnberg. Auch Musik wurde im Vorfeld organisiert und jede Menge Unterschriften der Urheber gesammelt, damit es später zu keinen Zwischenfällen diesbezüglich kommen würde.

 

Gegen 09:30 Uhr hatten wir das Script soweit ausgearbeitet, dass wir gen konnten zu drehen. Also haben wir unsere Schauspieler angeschrieben, die wir auch bereits im Vorfeld gecastet hatten, sammelten diese ein und fuhren nach Herten. Dort holten wir auf einem alten Trödelmarkt ein paar antike Requisiten und fuhren nach Mambach zu unserer ersten Drehlocation, der alten Dorfschmiede. Diese versetzte unseren Film in eine Zeit von vor knapp 100 Jahren. Hier einmal ein großes Dankeschön an Claudia und Georg für die spontane Bereitstellung des Wohnhauses der alten Schmiede.

 

Um 15:00 Uhr konnten wir dann endlich anfangen zu drehen. Während die einen ihre Rollen geprobt haben, wurden andere Geschminkt und Marius und Lorenzo bereiteten das Set und Equipment vor. Nach mehreren Stunden waren wir mit der ersten Szene endlich fertig und bemerkten bestürzt, dass es ja schon so langsam Abend wurde. Die Zeit rannte und der Zeitplan wurde immer knapper. Also teilten wir uns auf und Lorenzo fing bereits mit dem Schnitt an, während Marius mit dem Rest des Teams wieder nach Herten fuhr um die zweite Szene zu drehen.

 

Unter Absprache mit Jose per Skype entstand so unter recht großem Zeitdruck die erste Szene, während die zweite im gleichen Moment erst noch gedreht wurde.

 

04:00 Uhr Morgens war die Deadline. Bis dahin musste man das Video fertiggestellt haben und den Upload gestartet haben. Um zwanzig vor vier war Lorenzo endlich fertig und der Upload wurde korrekt gestartet. Während der Rest des Teams bereits seit langem schlief, unterhielten sich Jose und Lorenzo ein letztes Mal und malten sich die großen Erfolge aus, die sie mit diesem Kurzfilm haben würden.

 

Nur ein paar Tage später kam dann urplötzlich die Nachricht: "Ihr Film ist unter den Top 24 Filmen dieses Jahr". Jose, der bereits mehrmals erfolglos dabei war rastete regelrecht aus, textete uns voll und jubelte uns über Skype zu.

 

Wir hatten es geschafft! Unser erster internationaler Erfolg! Uns ist bis heute wahrscheinlich nicht bewusst, was für eine große Chance das für uns ist. Wir waren als einziges europäisches Team im Rennen und haben es beim ersten Versuch weiter geschafft! Einfach nur Wow.

 

Jetzt bleibt natürlich abzuwarten, ob wir noch weitere Preise gewinnen werden. Die Gala in Atlanta, auf der die 24 besten Filme gezeigt werden ist am 06. August. Leider ist ein Flug in die USA für uns nicht einfach zu bezahlen, deswegen wird uns Jose dort vertreten.

 

Wir melden uns bei Neuigkeiten auf jeden Fall wieder und wünschen bis dahin Spaß mit dem herrlichen Wetter hier.

 

Der fertige Film wird dann am 06. August auch auf unserer Webseite zu sehen sein. (L)

 

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